Bücher

Erwin Einzinger
Ein Messer aus Odessa

Gedichte
142 Seiten, gebunden
€ 22,- / Sfr 33,90, WG 1151
[978-3-902497-58-1]
»Einzinger ist ein stiller Gigant der österreichischen Literatur«, schrieb letzthin Der Standard.
Das lassen wir jetzt einfach mal so stehen.
Wer sich in dieses Buch begibt, der kann damit rechnen, dass ihm die Welt ganz schön um die gespitzten Ohren fliegen wird. Das ist aber kein Grund, den Kopf einzuziehen, im Gegenteil: Man sollte ihn aufrecht halten, damit einem nichts entgeht von den Überraschungen, die einem hier ohne Ende begegnen. Wer nur je ein Gedicht von Erwin Einzinger gelesen hat, der weiß, dass Fülle der Wahrnehmung und Vielfalt der Töne immer gewährleistet sind und dass es sein Witz ist, der dafür sorgt, dass sich niemand dabei den Magen verstimmt.
Einzingers Gedichte haben etwas Helles und Blankes, was nicht zuletzt daran liegt, dass Moral und Tragödie hier draußen vor bleiben müssen. Ansonsten ist alles Vorhandene gedichttauglich, man muss es nur gelten lassen. Das gilt auch für die Menschen, die, eigenbrötlerisch und fremdbestimmt zugleich, dennoch souverän durch diese Gedichte geistern, als wollten sie nur mal eben ausprobieren, wie es sich in ihnen anfühlt. Offenbar gar nicht so schlecht.