Bücher

Norbert Christian Wolf
Eine Triumphpforte österreichischer Kunst

Hofmannsthals Gründung der Salzburger Festspiele
320 Seiten, gebunden,16 Abbildungen, Format 14,5 x 18,5 cm, € 26,– / sFr 35,80, WG 1559, [978-3-99027-059-2]
Erstverkaufstag: 16.7.2014
Ein exakt recherchierter Bericht über die ›Erfindung‹ der Salzburger Festspiele.

Gäbe es die Salzburger Festspiele nicht, man müsste sie erfinden. Wie es aber dazu gekommen ist, davon erzählt dieses Buch, so gründlich und genau, wie es bisher kein Buch getan hat. Es beschreibt die ideellen Hintergründe und die ideologischen Implikationen von Hugo von Hofmannsthals mehrmals revidierten, den jeweiligen Zeitumständen angepassten Festspielkonzepten, widmet sich in ausführlicher Lektüre und erhellenden Kommentaren sämtlichen Gründungs schriften und erzählt mit Blick auf die historischen Voraussetzungen die frühe Geschichte ihrer konfliktreichen Entstehung und wechselhaften Entwicklung. Norbert Christian Wolf fördert dabei manches zutage, was sich mit dem Bild vom kosmopolitischen Friedensprojekt im Zeichen der Kunst schwer in Einklang bringen lässt. Er macht aber auch nachvollziehbar, wie und warum sich die Idee der Festspiele im Rahmen der massiven sozial-, kultur- sowie ideologiegeschichtlichen Brüche des frühen 20. Jahrhunderts verändert hat. Und nicht zuletzt, wie daraus einer der zentralen »Erinnerungsorte« Österreichs geworden ist, ein Brennspiegel des Kampfes um die Bildung der österreichischen Nation nach Ende des Ersten Weltkriegs.