Bücher

Xaver Bayer
Weiter

Roman
160 Seiten, WG 1112, nur als e-book 978-3-99027-110-0 € 7,99 lieferbar
Das Weiter als Ausdruck der prinzipiellen menschlichen Regung des Fortschritts, als geradezu zwanghafte Progressivität, ist die einzige Möglichkeit, will man sich nicht ganz der Alternative, dem Herunterfahren des Rechners, dem Koma, überantworten. Aber in welche Richtung geht es? Und: Wer bestimmt die Richtung?
Im Alltag, dort, wo die Abenteuer, die unvorhersehbaren Bewegungen im Unberechenbaren, fehlen, sind längst Surrogate als Beruhigungs- oder Auslebungsmittel dienstfertig zur Stelle, künstliche Paradiese, eben etwas, worin man sich noch zu Hause fühlen kann: Die wahren Abenteuer sind im Kopf, und sind sie nicht im Kopf, dann sind sie vielleicht zumindest in den virtuellen Welten zu finden.
Welche Edutainment- oder Strategie-Spiele spielen in diesem Augenblick die zukünftigen Richtungsbestimmer der Welt? Und welche werden von denen gespielt, die einst dieser Richtung folgen müssen?
So viele Spiele, so viele Fragen.

Er ist einer jener Romanhelden, die dem Leben zeigen, an welcher Wand es entlanggeht. Und warum das, was jemand auf diese Wand gesprayt hat, ernst zu nehmen ist. Wenn auch nicht ernster als das, was man sich dann im eigenen Kopf dazu denkt.
Er ist Rezensent von Computerspielen, angestellt bei einem Magazin, und bis vor einem Jahr war nichts Auffälliges an seinem Leben. Bis auf einmal, in einem durch nichts hervorgerufenen Moment, die Vergangenheit wirklich vergangen war und die Zukunft vor ihm lag wie „eine sich trist ausdehnende Ebene ohne Richtung“. In der Zeitspalte dazwischen, die vielleicht so etwas wie ein Gegenwarts-Level ist, tastet er sich am scheinbar Vertrauten entlang, besucht seinen Bruder im großelterlichen Haus, fährt nach Tschechien, um dort einen Spieleerfinder zu interviewen, trifft aber nur dessen Schwester – nur? –, kehrt zurück und hat im selben Moment, wo er alles hinter sich läßt, das Gefühl, noch alles vor sich zu haben.