Kunst

Robert Kriechbaumer Hrsg.
Die Salzburger Festspiele 1990-2001

Die Geschichte der Ära Mortier/Landesmann
Die Ära Mortier / Landesmann
Ihre Geschichte in Text und Bild
ca. 368 Seiten, mit ca. 70 Abbildungen, Format 21 x 26 cm,
gebunden, € 35,- / Sfr 44,90, WG 1589
[978-3-902497-97-0], Erstverkaufstag: 24. 7. 2012
Das Jahrzehnt nach Karajan war eine Zeit notwendiger Neuerungen, in der es Skandale ebenso gab wie grandiose künstlerische Erfolge. Hier wird diese Zeit, gründlich aufgearbeitet, noch einmal lebendig.

Herbert von Karajan dominierte die Salzburger Festspiele drei Dezennien, mit seinem Tod 1989 endete eine Ära, die in ihrer spezifischen Ausprägung ohne ihn nicht fortgesetzt werden konnte. Wenngleich die Jahre bis zum Mozartjahr 1991 noch von seinen Planungen geprägt waren und als Nachklang der Ära Karajan bezeichnet werden können, so war den verantwortlich handelnden Personen bewusst, dass spätestens mit dem Festspiel-sommer 1992 ein neues Kapitel der Festspiel-geschichte aufgeschlagen werden musste.
Dieses neue Kapitel sollte sich sowohl in einer programmatischen wie ästhetischen Neuposi-tionierung dokumentieren, für die es allerdings die geeigneten Führungspersönlichkeiten zu finden galt. Diese wurden in Gérard Mortier, Hans Landesmann und Heinrich Wiesmüller und nach dessen Ausscheiden aus der Funktion des Präsidenten in Helga Rabl-Stadler gefunden, die eine neue Ära prägten und bleibende Spuren in der Festspielgeschichte hinterließen. Die stärkere Berücksichtigung der Moderne, die Aufwertung des Schauspiels vor allem durch Peter Stein, die Präsentation der klassischen Oper des 20. Jahrhunderts in exemplarischen Aufführungen oder die Implementierung eines neuen avantgardistischen »Festivals im Festival« in Form von »Zeitfluss« kontrastierten mit internen und externen Spannungen, öffentlichen Erregungen und Skandalen sowie unterschiedlichen Urteilen über die künstlerische Qualität des Gebotenen.