Autoren

Lafcadio Hearn

(1850–1904), in Griechenland geboren, wo sein irischer Vater als Chirurg eines britischen Regiments stationiert war. Er wuchs in Frankreich und England auf, wanderte in die USA aus und arbeitete zunächst als Journalist. 1890 wurde er als Korrespondent nach Japan entsandt. Er heiratete eine Japanerin, nahm die japanische Staatsbürgerschaft an und arbeitete zunächst als Lehrer, später als Professor für englische Literatur in Tokio, wo er auch starb.

Alexander Pechmann, geboren 1968 in Wien, studierte Literatur- und Sozialwissenschaften. Zahlreiche Veröffentlichungen als Autor, Übersetzer und Herausgeber, u.a. zu Henry James, Mark Twain, Herman Melville.



Aktuell im Verlag

ca. 144 Seiten, gebunden, ca. € 20,–, WG 1111 [978-3-99027-218-3], auch als e-book erhältlich Erstverkaufstag: 6. 9. 2018
Die Inseln über dem Winde
Nie wieder werden Sonne und Mond auf die Straßen jener Stadt herabscheinen; – nie wieder wird jemand durch ihre Gassen flanieren; – nie wieder werden ihre Gärten erblühen – nur noch in Träumen.

Aus dem Englischen übersetzt und herausgegeben von Alexander Pechmann

Einen Sommer lang fährt Lafcadio Hearn als Passagier eines Dampfschiffs auf den Kleinen Antillen von Insel zu Insel. Zurück in New York, verarbeitet er seine Notizen zu einem Reisebericht von exotischer Sinnlichkeit, zu einem Wortgemälde von intensiver Leuchtkraft. Mit einem frappanten Gespür für Farben, Formen und Gerüche, mit der staunenden Neugier des Verliebten und dem genauen Blick des Journalisten versucht er jedes noch so kleine Detail sprachlich zu fassen. Wieder und wieder begeistert er sich daran, die geringfügigsten Unterschiede im Immergleichen der Landschaft und des Tropenalltags zu beschreiben. Dabei behält er stets die sozialen Verhältnisse, die Menschen und ihre Eigenarten, ihre Gewohnheiten und Bräuche im Blick: Es ist eine Welt blühenden Niedergangs nach einer langen und leidvollen Geschichte kolonialer Verwerfungen.

Hearn will bewahren, was er sieht, weil er weiß, dass es nicht von Dauer ist. Nach Abschluss seines Reiseberichts kehrt er für knapp zwei Jahre nach St. Pierre, Martinique, zurück. 15 Jahre später, da lebt er längst in Japan, ist das »Paris der Karibik« nach einem Vulkanausbruch fast vollständig zerstört.


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