Autoren

Henry James

1843 in New York geboren, gestorben 1916 in Chelsea, Großbritannien.

Er entstammte einer wohlhabenden Familie, genoss eine kosmopolitische Erziehung, die ihn durch Europa führte, lebte zunächst in Paris und übersiedelte später nach England. Er schrieb zwanzig Romane (u.a. âBildnis einer Dameá, âDie Drehung der Schraube á), daneben Theaterstücke und Reiseberichte sowie über hundert Erzählungen.

Übersetzung von Walter Kappacher, geboren 1938 in Salzburg, wo er heute lebt. Seit 1978 freier Schriftsteller. Zahlreiche Auszeichnungen, u.a. Hermann-Lenz-Preis 2004, Georg-Büchner-Preis 2009.



Aktuell im Verlag

66 Seiten, gebunden, Format 10 x 16,5 € 12,–, WG 1111, [978-3-99027-077-6] Erstverkaufstag: 18. 9. 2015
Die mittleren Jahre
Dies ist vielleicht die persönlichste und berührendste Erzählung des großen amerikanischen Meisters. Walter Kappacher hat sie ins Deutsche übertragen.

Übertragen und mit einem Nachwort von Walter Kappacher

An der englischen Küste, in Bournemouth, sucht der alternde Schriftsteller Dencombe Ruhe, um sich von einer Erkrankung zu erholen. Er sitzt am Meer, mit seinem jüngsten Buch in Händen, ≫Die mittleren Jahre≪ heißt es, als ihm ein junger Mann auffällt, Privatarzt einer Gräfin, der im gleichen Buch liest. Im Gespräch mit Dencombe erzahlt Doktor Hugh von seiner Bewunderung für den Autor, ohne dass er ihn erkennt, ohne dass der sich zu erkennen gibt. Bis der erschöpfte Dencombe das Bewusstsein verliert. Als er wieder erwacht, weiß der Doktor, wen er vor sich hat, und Dencombe offenbart sich ihm in all seinen Selbstzweifeln, Ängsten und der Hoffnung auf einen neuen Anlauf, eine zweite Chance.
≫Die mittleren Jahre≪, 1893 erstmals erschienen, ist das Selbstporträt eines Schriftstellers als alternder Mann, eine von Henry James’ intimsten und berührendsten Erzählungen, in der er auf knappem Raum die ganze Meisterschaft seiner Erzählkunst beweist. Sie hat Philip Roth und Colm Toibin ebenso inspiriert wie Walter Kappacher, der in einem Nachwort erzählt, was sie für ihn und sein Werk so bedeutend macht, dass er sie ins Deutsche übertragen hat.