Autoren

Robert Musil

geboren 1880 in Klagenfurt, gestorben 1942 in Genf.

Romancier, Dramatiker, Essayist. Musil wuchs in Steyr und Brünn auf, studierte Maschinenbau in Brünn, später Psychologie und Philosophie in Berlin. Bibliothekar an der Technischen Hochschule Wien, im 1. Weltkrieg k.u.k. Offizier an der Südfront und Redakteur von Soldaten-Postillen. Als Beamter im Außen- und Heeresministerium und Theaterkritiker, ab 1923 fast ausschließlich an seinem großen Romanprojekt arbeitend, lebte er in Wien, 1931–1933 in Berlin, kehrte dann nach Wien zurück, emigrierte 1938 in die Schweiz. Ab 1939 lebte Musil in Genf, wo er 1942 verarmt starb.

Walter Fanta, geboren 1958, Germanist und Historiker, Dozent am Robert-Musil-Institut der Universität Klagenfurt, ist Mitherausgeber der »Klagenfurter Ausgabe«, der digitalen kommentierten Edition sämtlicher Werke, Briefe und nachgelassener Schriften Robert Musils. Seit Mitte der 1990er Jahre beschäftigt er sich mit der  editorischen Erschließung von Musils Nachlassmanuskripten.



Aktuell im Verlag

Herausgegeben von Walter Fanta ca. 550 Seiten, Leinen mit SU, Leseband ca. € 35,–, WG 1111, [978-3-99027-205-3] Erstverkaufstag: 2. 3. 2018
Mann ohne Eigenschaften 5
Um sich die Welt, und damit meine ich wirklich die ganze Welt, zu erklären, braucht man nur dieses eine Buch.« Richard Kämmerlings, Welt am Sonntag

Im Dezember 1932 hatte Musil den ersten Teil des Zweiten Buchs in Druck gegeben. Im Mai 1933 verließ er Berlin, »zuletzt einfach festgehalten von dem Zustand Deutschlands, der sich jeden Tag neu überschlug, während ich immer mehr erstarrte«. In Wien schrieb er unter widrigen Umständen weiter. Er hoffe, »endlich den Durchstoß bis zum Ende ausführen zu können«, teilte er seinem Förderer Klaus Pinkus im März 1934 mit. Im Frühjahr 1936 ging er sogar daran, die zwölf Kapitel des letzten Romanteils zu skizzieren. Was Musil 1933–1936 entworfen hatte, ist als erste Fassung der Nachlassfortsetzung zu betrachten, der Stoff der handlungsreichen Erzählung stand seit zehn Jahren fest. Von der zweiten Fassung (1936–1942, s. Bd. 4) unterscheiden sich diese Kapitel grundlegend. Sie sind bisher nicht bzw. in einer nicht gut lesbaren Form ediert worden. In der vorliegenden Ausgabe werden erstmals zusammengehörende Kapitelkomplexe geboten: die Geschichte des Geschwisterpaars Ulrich und Agathe bis zum Aufbruch nach Italien; die Geschichte Clarisses, bis sie in akuten Wahn fällt; die Geschichte der Parallelaktion, die in den Ersten Weltkrieg mündet. Mit der Skizze der Kapitel von Eine Art Ende endet das Buch.


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