Autoren

Susanne Röckel

geboren 1953 in Darmstadt, lebt als Schriftstellerin und Übersetzerin (Paula Fox, Antonia S. Byatt, Irène Némirovsky u.a.) in München.

Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen, zuletzt als erste Autorin zwei Mal den Tukan-Preis für ihren Roman Der Vogelgott, der 2018 auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis stand.

2019 Franz-Hessel-Preis

 



Aktuell im Verlag

ca. 224 Seiten, gebunden, ca. € 22,– WG 1112, [978-3-99027-235-0] auch als e-book erhältlich Erstverkaufstag: 29.8.2019
Kentauren im Stadtpark
Susanne Röckel führt vor, wie phantastisch unsere gegenwärtige Realität und wie real antike Mythen sein können. Wenn man wie sie über die Sprache verfügt, sie in Literatur zu verwandeln.

Liebende sind halbe Wesen, sie suchen nach Ergänzung. So wie Tabea, die an der Seite ihres ewig abwesenden, omnipotenten Mannes verkümmert, bis sie sich an ihm für etwas rächt, das ihr vor langer Zeit jemand anderer angetan hat. Wie Albert, den es auf den Spuren seiner Frau, die ihm durch eine Krankheit fremd geworden ist, bevor sie ihm durch den Tod genommen wurde, an den Ort des letzten gemeinsamen Urlaubs nach Italien zieht. Oder Uta, die alleinstehende Leiterin eines Familienzentrums, das unter ihrer Führung einen Aufschwung nimmt, bis sie der Faszination für einen Flüchtling von rätselhafter Abkunft erliegt.

In drei Erzählungen, die von sehr persönlichen Krisen in sehr gegenwärtigen Lebensverhältnissen handeln, begegnen wir Figuren und Motiven antiker Mythen, Sirenen und Kentauren, vergifteten Gewändern und sich in Bäume verwandelnden Frauen. Dingen aus dem Halbdunkel, die in ihrer phantastischen Uneindeutigkeit den Glauben an die Unverrückbarkeit des Bestehenden, an dem wir selten zweifeln, aber allzu oft verzweifeln, untergraben können.


Weitere Bücher

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Der Vogelgott