Autoren

Gerard Manley Hopkins

Geboren 1844 in Stratford (Essex), gestorben 1889 an Typhus in Dublin.

Er kovertierte und trat 1868 in den Jesuitenorden ein. Die Kühnheit seiner Gedichte, die erstmals 1918 veröffentlicht wurden, wirkte stark auf Dichter wie T. S. Eliot, William Butler Yeats und Dylan Thomas.



Aktuell im Verlag

In einer Übersetzung von Peter Waterhouse 280 Seiten, 16 Tafeln, zahlreiche Textabbildungen, gebunden € 28,- / Sfr 41,90, WG 1117 [978-3-902497-60-4]
Journal
Es ist Peter Waterhouse zu verdanken, dass sich das »Journal« heute wie die Chronik einer poetologischen Revolution liest. Durs Grünbein, FAZ

In einer Übersetzung von Peter Waterhouse

Von Gerard Manley Hopkins, dem englischen Priester und Dichter, sind einige Journale und Tagebücher erhalten geblieben und lange nach seinem Tod veröffentlicht worden. Die Journale kann man mit gutem Recht Landschaftsbücher nennen, die früheren Tagebücher Wörterbücher.
Den Journal- und Tagebuchschreiber stellt man sich am besten vor als Spaziergänger, der weit und lange geht, viel Zeit und Geduld hat, einen heftigen Ortssinn und einen großen Willen, sich an etwas Wichtiges zu erinnern. Als einen, der nicht auf warmes Wetter wartet, der stehenbleibt und schaut und studiert, der auf alles achtet, auf das Größte wie auf das Winzigste, Nebensächlichste, der am liebsten allein geht und vertrautes Gespräch meidet, weil die Wirklichkeit fremd zu bleiben verdient.
Er macht seine Notizen, zeichnet Bäume, Sträucher, Fels, Wolken und findet dabei eine  innere Einheit der Welt wieder (fast ein Marcel Proust der Landschaft). So  ist die Sprache von Hopkins nicht vertrautes System, sondern, müßte man sagen, von Liebe verfremdet und von seltsamem Reichtum; eine sprachliche Ausnahme, auch heute noch.
Diese Übersetzung wurde seinerzeit von Kritik und Lesern gleichermaßen begeistert aufgenommen, der Verlag ist stolz, es wieder vorlegen zu können.