Autoren

Alfred Kolleritsch

Geboren 1931 in Brunnsee, Steiermark, lebt in Graz.

Studium der Philosophie, Germanistik und Geschichte an der Universität Graz. Dissertation über Martin Heidegger. Mitbegründer und bis 1995 Vorsitzender der Künstlervereinigung Forum Stadtpark. Seit 1960 Herausgeber der Literaturzeitschrift "manuskripte".

Veröffentlichungen u.a.
"Die Pfirsichtöter. Ein seismographischer Roman", 1972\
"Die grüne Seite", Roman, 1974
"Einübung in das Vermeidbare", Gedichte, 1978
"Gespräche im Heilbad. Verstreutes, Gesammeltes", 1985
"Allemann", Roman, 1989
"Der letzte Österreicher", Roman, 1995
"Die Summe der Tage", Gedichte, 2001
"Tröstliche Parallelen", 2006

Auszeichnungen 
1978 Petrarca-Preis
1981 manuskripte-Preis des Landes Steiermark
1982 Österreichischer Würdigungspreis
1989 Georg-Trakl-Preis
1994 Österreichischer Staatspreis für Kulturpublizistik
2002 Hans-Koren-Preis für sein Lebenswerk
2009 Franz-Nabl-Preis



Aktuell im Verlag

296 Seiten, gebunden € 22,– / Sfr 33,90, WG 1117 [978-3-902497-38-3]
Schönheit ist die erste Bürgerpflicht
Zwei Dichter über Jahrzehnte im Briefgespräch, das sie immer wieder quer durchs Leben in die offenen Arme der Poesie führt.
Ausgezogen in die Welt der Literatur ist Peter Handke bekanntlich, wie so manche damals, Anfang der sechziger Jahre, von Graz aus, aber niemand ist weiter gekommen als er. Princeton, wo er nachhaltig am Sockel der Gruppe 47 gerüttelt hat, war da gewiß eine entscheidende Station, später Alaska, wo er seiner eigenen Literatur eine entscheidende Wende gab, Deutschland und Frankreich kamen als Wohn- und Schreiborte hinzu, die er aber bald überall auf der Welt entdeckte, bis er am Rand des Waldes von Versailles das Haus fand, von dem aus er heute seine Briefe schreibt.
Von Beginn an war Alfred Kolleritsch ein freundschaftlicher und mitsorgender Begleiter und Partner, der mit seiner einzigartigen Zeitschrift »manuskripte« das Forum für die kommende Literatur offen hielt, wo auch Peter Handke immer wieder publiziert hat. Kolleritschs eigenes Dichten setzte zu dem seines Freundes immer einen nachdenklichen Kontrapunkt.
Die vielen Briefe, die beide miteinander gewechselt haben, sind nicht nur ein laufender Kommentar zum literarischen Treiben jener Jahrzehnte, sie sind auch ein Zeichen wachsender gegenseitiger Anteilnahme. Und sie sind auf eine zwanglose Weise großartige Zeugnisse einer verschwindenden Textsorte: es sind Briefe zweier empfindsamer Männer, die mitteilen, auffordern und immer auch etwas von der Freude spüren lassen, die sie am anderen und beim Schreiben gehabt haben müssen.


Weitere Bücher

Alfred Kolleritsch
Die Summe der Tage