Autoren

Lorenz Langenegger

1980 in der Schweiz geboren, lebt heute in Wien und Zürich.

Verschiedene Arbeiten fürs Fernsehen (Schweizer Tatort) und das Theater mit Uraufführungen in Zürich, Mannheim und Berlin.

Auszeichnungen 
2006 Stückewettbewerb Schaubühne Berlin
2009 Literaturpreis des Kanton Bern
         Franz-Tumler-Literaturpreis

Hörprobe bei LCB Literaturport
http://www.literaturport.de/index.php?id=28&no_cache=1&tid=398

Ich bin lieber Zuschauer. Wenn ich zwischen einer Tafel Schokolade und einem Käsebrot wählen kann, entscheide ich mich in den meisten Fällen für letzteres. Ich lade gerne ein. Ich lebe und schreibe in drei Zimmern auf dreiundfünfzig Quadratmetern. Das Alleinsein wird mir weniger schnell zur Last als die Geselligkeit. Ich wünsche mir keinen Hund. Schreiben ist mir lieber als reden. Es gab in meiner wie in jeder Kindheit zahlreiche Berufswünsche, Schriftsteller war einer davon. Wenn ich zwischen einer Tasse Kaffee und einer Schale Tee wählen kann, nehme ich gerne beides. Die Zweisamkeit schätze ich sehr. Manchmal wünsche ich mir einen alten Kater. Lesen ist mir lieber als zuhören. Ich werde gerne eingeladen. Ich pflege mir einzureden, dass es kein Zufall ist, dass ich Schriftsteller geworden bin. Wenn alles ist wie immer, langweile ich mich selten.



Aktuell im Verlag

ca. 180 Seiten, gebunden, € 19,–, WG 1112 [978-3-99027-090-5], auch als e-book erhältlich, Erstverkaufstag: 8. 9. 2016
Dorffrieden
Die Welt ist alles, was ein Fall ist: Oft genug geht es in Krimis um Leben und Tod – bisweilen aber auch um deutlich weniger.

Ist die Woche vorbei, kann sich Wattenhofer sagen: »Jetzt ist schon wieder nichts passiert«, und das ist gut so. Zwei mal zwei Kilometer misst der Flecken Idylle in der Provinz, wo er die Obrigkeit verkörpert und als Polizeiwachtmeister darüber wacht, dass nichts passiert. Doch eines Tages, just vorm Wochenende, erhält er einen Hinweis, und er geht ihm nach. Gründlich. Und entdeckt einen Schlüssel zu einem Garderobenschrank im örtlichen Schwimmbad. Dieser Schlüssel führt ihn zu einer Sporttasche, und in dieser Sporttasche findet er ein Foto, zerrissen, und auf dem Foto erkennt er seinen Sohn. Auf einmal ist nichts mehr, wie es war, nicht in seinem Hoheitsgebiet und nicht in seinem Leben. Wie aus heiterem Himmel ist da ein Fall, der größer und größer wird, und plötzlich geht es um alles.


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