Autoren

Julian Schutting

Geboren 1937 in Amstetten. Lebt als freier Schriftsteller in Wien.

Studium der Geschichte und Germanistik. Diverse Literaturpreise und Auszeichnungen.

2013 Buchpreis der Salzburger Wirtschaft
2015 Gert-Jonke-Preis für Lyrik



Aktuell im Verlag

88 Seiten, gebunden, Format 14,5 x 18,5 € 18,–, WG 1112, [978-3-99027-091-2] Erstverkaufstag: 8. 9. 2016
Zersplittertes Erinnern
Julian Schuttings Erinnerungen an das Kriegsende und die Nachkriegsanfänge wird viele berühren, die oder deren Eltern solche Erinnerungen teilen

Dem Alter wird oft nachgesagt, dass es sich vor allem durch Vergesslichkeit bemerkbar macht. Das ist aber nur die eine Seite: die andere ist das unabwendbare Aufsteigen von Erinnerungen: an Bilder, Situationen, Menschen und Umgebungen, die lange wie unter Schutt vergraben waren und auf einmal mit großer Dringlichkeit wieder aufsteigen und einen nicht mehr loslassen.

Für die im biblischen Alter (70 und mehr) sind das in unseren Breiten nicht zuletzt Reminiszenzen an die verstörenden Jahre des Kriegs und Nachkriegs. Auch Julian Schutting behelligen immer wieder helle und dunkle Szenen aus jenen Jahren, die er in seiner Geburtsstadt Amstetten und dann in Wien verbracht hat, jener Stadt, die in der Schrift der Befreier sich BEHA las.

Da vermischt sich in den Erinnerungen kindliches Erleben mit politischen Signalen der Nazizeit. Die Welt ist aber im Kinderalter vor allem die allernächste Umgebung, die Familie, die Nachbarn, der Garten und seine Geheimnisse. Schutting gelingt es auf sehr eigene Weise, Zeitgeschichte, perrsönliche Erfahrungen und die Wiederholungen des Zeitlosen nachvollziehbar zusammenzubringen.


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