Autoren

Edmund Spenser

Edmund Spenser, geboren um 1552 in London, gestorben 1599 in Westminster.

Neben William Shakespeare der bedeutendste Dichter der englischen Renaissance. Zu seinen Werken zählt u. a. das Versepos »The Faerie Queene«, das Henry Purcell vertont hat.

Der Übersetzer Alexander Nitzberg, geboren 1969 in Moskau, lebt seit 1980 in Deutschland. Veröffentlichte Gedichtbände, Essays, Hörbücher und über zwanzig Einzelpublikationen mit Übersetzungen russischer Lyrik.
Auszeichnungen 
2008 Hugo-Ball-Förderpreis für Alexander Nitzberg



Aktuell im Verlag

232 Seiten, gebunden,[978-3-902497-34-5] vergriffen
Die Lilienhand
Sämtliche Sonette dieses neben Shakespeare berühmtesten Dichters der Renaissance in England. Klang, Phantasie und raffinierte Reime, die uns nach wie vor entzücken.

Aus dem Englischen von Alexander Nitzberg

Er war ein Feingeist. Nicht die lauten Töne machten ihn zum Dichterfürsten seiner Zeit. Vielmehr jene subtile Musikalität, die noch Shakespeare bewundernd mit dem Lautenspiel eines John Dowland vergleichen konnte. Seine gedankliche Raffinesse, formale Perfektion und schier unerschöpfliche Phantasie faszinierten ganze Generationen von Literaten: Ob Milton, Pope, Shelley, Byron, Yeats oder Conrad, niemand konnte sich dem Klangzauber Edmund Spensers, dieser »silbernen Trompete« (Keats), entziehen. Und nirgends tritt die Meisterschaft des Dichters deutlicher zu Tage als in dessen filigranen Sonetten. Eros und Melancholie, Schönheit und Vergänglichkeit, Zorn und Milde werden hier in immer neuen, oft paradoxen Bildern zusammengefügt und zur sprachlichen Vollendung gebracht.
Der Band stellt zum erstenmal sämtliche Sonette Spensers in deutscher Übertragung vor und enthält die Zyklen »Amoretti« und »Visionen von der Wahnhaftigkeit der Welt«. Dem Lyriker Alexander Nitzberg gelang es, nicht nur die Poesie, sondern vor allem auch die Musik des Originals nachzuempfinden.