Autoren

Peter Waterhouse

Geboren 1956 in Berlin, lebt in Wien.

Studium der Germanistik, Anglistik und Philosophie in Wien und Los Angeles. Er publizierte Gedichte, Essays, Erzählungen, Theaterstücke und Übersetzungen (u. a. von Michael Hamburger, Gerard Manley Hopkins, Biagio Marin, Andrea Zanzotto).

Veröffentlichungen u. a.
"MENZ", Gedichte, 1984
"Besitzlosigkeit Verzögerung Schweigen Anarchie", Erzählungen,1985
"passim", Gedichte, 1986
"Sprache Tod Nacht Außen. Gedicht Roman", 1989
"Kieselsteinplan", Gedichte, 1990
"Verloren ohne Rettung", 1993
"Die Geheimnislosigkeit", Essays, 1996
"Im Genesis-Gelände. Versuch über Paul Celan und Andrea Zanzotto", 1998

Auszeichnungen 
1990 manuskripte-Preis
1995 Förderpreis der Republik Österreich
2000 Heimito-von-Doderer-Preis
2001 Stipendium des Deutschen Literaturfonds, Darmstadt
2002 Österreichischer Staatspreis für literarische Übersetzungen
2004 H. C. Artmann-Preis
2007 Erich-Fried-Preis
2011 Nicolas-Born-Preis
2012 Großer österreichischer Staatspreis



Aktuell im Verlag

224 Seiten, gebunden € 22,- / Sfr 33,90, WG 1110 [978-3-902497-78-9], lieferbar
Der Honigverkäufer im Palastgarten und das Auditorium Maximum
Niemand versteht es so zwingend wie Peter Waterhouse, aus dem Schweifenden das Präzise herzuleiten. In Zeiten der Aggression sucht er die verbliebenen Zonen der Unverletzlichkeit auf.
Dies ist ein langsames Buch, eines, das zunächst gar nicht geschrieben werden wollte, dann aber, ungezwungen hergeleitet, Seite um Seite entstanden ist, so wie, Schritt für Schritt, die ziellosen Spaziergänge immer wieder aufgenommen wurden, die der Autor an den Rändern der Stadt gemacht hat.
Vieles, was durch den Kopf geht, hält sich dort eine Weile auf, wird festgehalten, verbindet sich mit anderem. Was die Augen auf den Wanderungen entdecken, wird bedrängt von politischen Wahrnehmungen: die Proteste der Studenten im Auditorium Maximum, vor dem die Polizei steht, die sich in einer Oktobernacht zusammen mit den Ermittlern des Landesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung auch um junge Leute kümmert, die in einem leeren Volksschulhaus Quartier, Arbeit und ein Zusammenleben gefunden hatten. Internatsschüler heißen auf einmal Schutzbefohlene. Befohlene?
Die Erzählung ist vielleicht auch eine Liebesgeschichte: Sie erzählt jedenfalls von den Expeditionen zu den Zonen der Unverletzlichkeit, im Volksschulhaus an der Triesterstraße, im Auditorium Maximum, auf anderen Kontinenten, im Café Haltestelle, in Büchern von Dickens oder Shakespeare. Oder in diesem.

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