Autoren

Stan Nadel

Geboren 1944 in New York.

Der promovierte Historiker unterrichtete an diversen Universitäten in Amerika, bevor er 2002 nach Salzburg kam. Jetzt arbeitet er für das Salzburg Kulturprogramm der University of Portland.



Aktuell im Verlag

128 Seiten, 42 SW-Abbildungen, 13,5 x 21 cm, broschiert € 25,- / Sfr 37,90, WG 1556 [978-3-902144-93-5]
Ein Führer durch das jüdische Salzburg
Auf zwei großen Spaziergängen führt Stan Nadel durch die Geschichte jüdischer Besiedelung in Alt- und Neustadt – kenntnisreich und anschaulich.

Aus dem Englischen von Daniela Ellmauer und Sylvia Hahn

Die Salzburger Festspiele verdanken ihre Gründung Max Reinhardt, ihren Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg zum großen Teil jüdischen Künstlern, Stefan Zweig ließ sich in der Stadt nieder, bis er vertrieben wurde – die Geschichte der jüdischen Bevölkerung in Salzburg ist lang und wechselhaft.
Untersuchungen legen nahe, daß bereits unter den Römern Juden in die Stadt kamen. Händler siedelten sich um 1200 an, eine erste Gemeinde entstand. Rund zwanzig Jahre später bildete sich die zweite Gemeinde, sie blieb bis zur Verbrennung der gesamten jüdischen Bevölkerung im Jahr 1404 bestehen. Die nächste Besiedelung läßt sich für den Zeitraum 1418–1498 nachgeweisen. Im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts wurde die vierte Gemeinde gegründet, sie wuchs rasch, führende Geschäftsleute gehörten ihr an. 1938 verkündeten die Nationalsozialisten, daß die Stadt »judenrein« sei. Heute leben an die hundert Jüdinnen und Juden in Salzburg.


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