Autoren

Ingo Reiffenstein Hrsg.

Geboren 1928, lebt in Salzburg.

Professor emeritus für ältere deutsche Sprache und Literatur an der Universität Salzburg; Bücher und Aufsätze zur Sprachgeschichte, Dialektologie und Ortsnamenkunde, Editionen mittelhochdeutscher poetischer Texte und Österreichischer Märchen; mehrere Beiträge über die Sprache von Briefen des 18. Jahrhunderts.



Aktuell im Verlag

184 Seiten, 3 SW-Abbildungen, gebunden, € 19,90 / Sfr 30,50, WG 1590 [978-3-902497-01-7]
Fort mit Dir nach Paris!
Ein lebendiges Porträt von Mozarts Mutter und der letzten Reise, die sie mit ihrem Sohn nach Paris geführt hat, wo sie auch gestorben ist.
Viel wissen wir nicht über Mozarts Mutter. Von ihren Eltern mag Anna Maria Pertl musikalische Begabung
mit auf den Weg bekommen haben. Die kleinstädtisch geschlossene Bürgergesellschaft Salzburgs mit der erzbischöflichen Residenz als Mittelpunkt bot den Rahmen für ein Leben in recht engen Grenzen, aber in
lustvoller Geselligkeit und mit Musik, Spiel und festgefügter Frömmigkeit. In der Salzburger Familie Mozart traf, wie sich das gehörte, der gebildete, lebenspraktische und genau kalkulierende Vater Leopold alle wichtigen Entscheidungen, vor allem jene für die erhoffte Karriere des genialen Sohnes. Der Ton des täglichen Umgangs miteinander, seine Wärme und Herzlichkeit und auch die oft deftigen Ausdrucksformen waren die der Mutter.
Die einzigen unmittelbaren Lebenszeugnisse, die von Mozarts Mutter auf uns gekommen sind, sind Briefe und Briefnachschriften, die sie, als überforderte Begleiterin ihres Sohnes, von der Reise nach München, Mannheim und Paris nach Salzburg geschrieben hat. Sie sind Zeugnisse ihrer Lebensfreude und ihres Witzes, vor allem aber Zeugnisse ihrer Liebe und
Entbehrungsbereitschaft – ganz wie Leopold nach ihrem Tode in Paris an seinen Sohn schrieb: »deine gute Mutter, dessen Augapfel du warest, und die dich ganz außerordentlich geliebt hat, – die völlig stoltz auf dich war, und die gänzlich in dir gelebt hat.«