Autoren

Julia Blesken

Geboren 1976 in Berlin, wo sie auch lebt.

Geschichtsstudium an der Freien Universität Berlin, Teilnahme an der Autorenwerkstatt Prosa des Literarischen Colloquiums. »Ich bin ein Rudel Wölfe« ist ihr erster Roman.

2009 Hermann-Lenz-Stipendium

Hörprobe bei LCB Literaturport
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Aktuell im Verlag

224 Seiten, gebunden € 20,- / Sfr 30,90, WG 1112 [978-3-902497-56-7]
Ich bin ein Rudel Wölfe
Eine neue Stimme mit elementarer poetischer Kraft: eine junge Frau im Banne ihrer unverlierbaren Kindheit.

Sie macht sich auf in die Stadt, nach Berlin, aber sie ist nicht allein, sie hat ihre Kindheit bei sich, im Kopf, in den Erinnerungen, im flatternden Herzen. Es ist das Dorf, das sie nicht vergessen wird, niemals, die Straße, auf der sie mit der Mutter gehen musste, der Teich, an dem sie mit dem Vater saß, das Haus. Und es ist der Bruder, der engste Vertraute und Komplize ihrer frühen Jahre, mit dem sie den Sinn für Licht, Grün und Wolken teilte und mit dem sie einen Pakt geschlossen und den sie doch zurückgelassen hat.
Dies ist ein Buch über den Versuch eines Neubeginns, der nicht leicht fällt, wenn das, was hinter einem liegt, fast alles hatte von dem, was man als Leben kennengelernt hat.
Mit großer sprachlicher Intensität erzählt Julia Blesken in ihrem Debüt von Kinderglück und Verlorenheit, Verrat und Aufbruch, Fragilität und Mut, entwirft so eine Welt an der Schnittstelle: einprägsam und unverwechselbar.

Julia Blesken zu ihrem Buch:

Für mich ist die Voraussetzung des Schreibens neugierig zu sein.
Unmittelbar nach dem Mauerfall bin ich als Heranwachsende eingetaucht in einen ländlich- dörflichen Zusammenhang und habe hier mit großer Intensität das Zusammenstoßen verschiedener Lebens- und Gesellschaftsformen wahrgenommen. In der so erfahrenen atmosphärischen Dichte, einer ganz eigenen Stimmung, die nach der Grenzöffnung genauso geprägt war von Aufbruch, Neubeginn, Träumen und Hoffnungen, wie von Zusammenbruch, Auflösung und Zerfall haben sich mir Bilder, Gerüche, Geschmäcker und Klänge im Kopf festgesetzt. Verinnerlichte Landschaftsbilder und Geschichten sowie Beziehungen, freundliche und freundschaftliche, aber auch von Misstrauen und Verschlossenheit geprägte, nahm ich aus dieser Zeit mit.
Beim Schreiben des Romans „Ich bin ein Rudel Wölfe“ ging es mir um eine feinnervige Umsetzung dieses von Umbrüchen gekennzeichneten Zeitverlaufs.
Die eigene Stimme zu finden und sich Wirklichkeit im Wechselspiel von Distanz und Nähe schreibend zu erschließen, ist für mich existentiell

 


 


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