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Wodin Natascha

Alter, fremdes Land

Wodin Natascha

Alter, fremdes Land

Roman

Dies ist ein langsames Buch, eines, das zunächst gar nicht geschrieben werden wollte, dann aber, ungezwungen hergeleitet, Seite um Seite entstanden ist, so wie, Schritt für Schritt, die ziellosen Spaziergänge immer wieder aufgenommen wurden, die der Autor an den Rändern der Stadt gemacht hat.

Vieles, was durch den Kopf geht, hält sich dort eine Weile auf, wird festgehalten, verbindet sich mit anderem. Was die Augen auf den Wanderungen entdecken, wird bedrängt von politischen Wahrnehmungen: die Proteste der Studenten im Auditorium Maximum, vor dem die Polizei steht, die sich in einer Oktobernacht zusammen mit den Ermittlern des Landesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung auch um junge Leute kümmert, die in einem leeren Volksschulhaus Quartier, Arbeit und ein Zusammenleben gefunden hatten. Internatsschüler heißen auf einmal Schutzbefohlene. Befohlene?

Die Erzählung ist vielleicht auch eine Liebesgeschichte: Sie erzählt jedenfalls von den Expeditionen zu den Zonen der Unverletzlichkeit, im Volksschulhaus an der Triesterstraße, im Auditorium Maximum, auf anderen Kontinenten, im Café Haltestelle, in Büchern von Dickens oder Shakespeare. Oder in diesem.

Erscheinungsjahr: 2010

216 Seiten, WG 1112
nur als e-book erhältlich

[978-3-99027-128-5]

€ 12,99

Autorin:
Wodin Natascha

Autorin: Wodin Natascha

Für ihre Bücher hat sie zahlreiche Auszeichnungen erhalten, etwa den Hermann-Hesse-Preis oder den Adelbert-von-Chamisso-Preis. Zuletzt erschien »Nachtgeschwister« (2009).

Pressestimmen

Natascha Wodin hat ein Abenteuerbuch geschrieben, das von Niederlagen und Siegen erzählt, von Pannen und Glücksmomenten, mit allem Witz und Weh und einer Wachheit, die sich um Altersangaben nicht schert. Spannend und unterhaltsam, erhellend und tröstlich. Lesenswert.
Katja Oskamp, MDR
Es gelingt der Natascha Wodin, die Einsamkeit mit einem starken Gegengewicht zu beantworten. Mit einem Raum, der Platz für Sehnsüchte, Hoffnungen und Abenteuer bietet. "Alter, fremdes Land" ist ein bestechender, lange nachhallender Roman voller überraschender Wendungen, über ein Thema, das früher oder später alle angeht.
Anna Dangel, WDR5 Lesefrüchte

Es haut einen ziemlich um, was Natascha Wodin nun aus ihrem Buch macht, weil es so mutig und wild ist.

Julia Kospach, Falter
Natascha Wodin traut sich was. Frauen über sechzig haben in der Literatur nur selten einen Auftritt, und wenn dann als seltsam geschlechtslose, asexuelle Wesen. Während alte Männer und ihre nicht enden wollende Gier nach jungen Mädchen zum thematischen Standardrepertoire von Romanen und Erzählungen gehören, kommen gleichaltrige Frauen meist nur als Opfer zu Wort. Natascha Wodin kehrt das um. Sie führt vor, dass sich die weibliche Libido nicht einfach bändigen und wegsperren lässt, im Gegenteil: Angesichts des Todes machen Scham und Zurückhaltung keinen Sinn mehr.
Susanne Schaber, Ö1 Ex Libris
… das ist von Wodin mit solch feiner Ehrlichkeit beschrieben, dass sie Häme oder Urteilen verbietet. Sehnsucht nach Liebe und Berührung scheint alterslos zu sein, das höre nicht auf, lässt Wodin ihre Romanfigur gestehen.
Ursula Groß, Offenburger Tageblatt

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