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Dagmar Leupold

Lavinia

Der Countdown beginnt im 25. Stock eines Hochhauses in New York: Worauf Lavinia von dort aus zurückblickt, ist ein Leben, vor dessen Abgründen ihr selbst schwindelt. Wie im Sturz durch ihre Geschichte und die Zeiten erzählt sie von ihrem Aufwachsen und Frauwerden, ihren Lieben und Verlusten, von Verheerungen und Missbrauch, von Unterwerfung und ihrem Willen, sich zu behaupten. Tiefer und tiefer führt sie den Leser im Taumel des Erinnerns und im Sprachrausch des Erzählens zurück in die deutsche Provinz nach dem Krieg, in das unschuldige wie ungeschützte Glücksempfinden einer Kindheit, die in Erfahrungen von Gewalt endet, zu den versuchten Abbrüchen und Aufbrüchen eines Lebens, das sich bei allem Wanken immer wieder unbeugsam zeigt.

Lavinia ist eine Selbst- und Weltbetrachtung voller Hingabe und Wut, bitter und zärtlich, schonungslos und empathisch. Ein Lob der Liebe und ein Bekenntnis zu Widerständigkeit. Ein Buch darüber, wie sich beides in Literatur verbinden kann zu einem Rettungsversuch in schwindelnder Höhe.
Erscheinungsjahr: 2019

208 Seiten, gebunden
auch als e-book erhältlich

WG: 1112
ISBN: [978-3-99027-234-3]

Preis: € 21,-

Autorin:
Dagmar Leupold

Autorin: Dagmar Leupold

Sie studierte Germanistik, Philosophie und Klassische Philologie in Marburg, Tübingen und New York.

Seit 2004 leitet sie das ›Studio Literatur und Theater‹ der Universität Tübingen.

Ihr Werk umfasst Romane, Erzählungen, Gedichte und Essays.

Pressestimmen

Die Welt ist alles, was der Fall ist“, heißt es bei Wittgenstein. […] So viele Fragmente, Gedanken, Erfahrungen verbindet Dagmar Leupold in ihrem Roman. Humor, Wut und Zärtlichkeit wechseln sich rhythmisch ab. […] Mit „Lavinia“ gibt Dagmar Leupold einer empathischen, engagierten, kraftvoll fühlenden und klug denkenden Frau eine unvergessliche Stimme.
Carsten Hueck, Ö1 Exlibris
Die Geschichte Lavinias ist gleichzeitig eine Geschichte der Einverleibung der Weltgeschichte in einen Frauenkörper, […] auch das völlig ohne Pathos, ohne Selbstmitleid, dafür schonungslos, erzählt. […] Ein sehr kluger, ebenso fundierter wie weitreichender Kommentar zur metoo-Debatte.
Elke Engelhardt, Fixpoetry

Ein bestürzender Roman,
eine Art (Über-)Lebensbilanz.

Werner Jung, Junge Welt
Man kann diesen Roman auch als Beitrag zur "Me Too"-Debatte lesen. Das Fazit der Fallenden jedenfalls ist tragisch eindeutig: "Haut und Papier werden nie wieder geduldig sein."
Antje Weber, Süddeutsche Zeitung
Dagmar Leupolds hinreißende Sprache lässt ihren Sturz durch die Zeiten zur beherzten Erkundung weiblichen Lebens werden.
Lore Kleinert, neue-buchtipps.de

Keine leichte,
aber eine lohnende Lektüre.

Bernd Zabel, LiteraturSeiten München