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Dagmar Leupold

Dagegen die Elefanten!

Neu
Dagmar Leupold

Dagegen die Elefanten!

Roman

Herr Harald ist der Mann in der Garderobe. Er gehört zum Theater wie der Vorhang, aber niemand kommt seinetwegen, das Rampenlicht ist für andere. Er nimmt den Menschen die Mäntel ab, die Taschen, was immer sie ihm anvertrauen, um für kurze Zeit unbeschwert zu sein, und wartet bis zum Schlussapplaus, das ist sein Einsatz. Doch eines Abends bleibt ein Mantel zurück, und in dem Mantel findet sich eine Pistole. Herr Harald trägt sie nach Hause, nur: Was will er damit tun? Er kann sich schlecht gegen alles zur Wehr setzen, was ihm an der Welt und den Mitmenschen als Zumutung erscheint. Aber vielleicht kann er ihre Aufmerksamkeit auf jemanden lenken, der wie er ein Schattendasein führt: die Frau, die für einen anderen die Noten umblättert und die er aus der Ferne verehrt.

Der tragische wie komische Protagonist dieser hinreißend erzählten Geschichte ist ein Held des Alltags, ein Mann in Dienstkleidung, einer, dem es niemand dankt. Und gäbe es die Literatur nicht – und Autorinnen wie Dagmar Leupold –, wie sollten wir wissen, was für ein Reichtum an Gedanken und Gefühlen, wie viel waches Leben und wehe Sehnsucht sich dahinter verbirgt.
Erscheinungsjahr: 2022

272 Seiten, gebunden
auch als e-book erhältlich

WG: 1112
ISBN: [978-3-99027-262-6]

Preis: € 23,-
Erstverkaufstag: 25.2.2022

Autorin:
Dagmar Leupold

Autorin: Dagmar Leupold

Sie studierte Germanistik, Philosophie und Klassische Philologie in Marburg, Tübingen und New York.

Von 2004-2021 leitete sie das ›Studio Literatur und Theater‹ der Universität Tübingen.

Ihr Werk umfasst Romane, Erzählungen, Gedichte und Essays.

Pressestimmen

Kandidat für den Deutschen Buchpreis 2022

Peter Pisa, Kurier
"... jetzt bin ich ein paar Tage am Meer und habe mir Herrn Harald mitgenommen und Sie haben recht: man verliebt sich in ihn!!
Es ist ein wunderbares, zartes und kluges und sehr melancholisches Buch."
Elke Heidenreich an den Verlag
Ein sehr schöner Roman über einen Übersehenen, ein Terrarium in Prosa, inmitten der Alltagsroutine blüht da eine Welt aus Einfühlung und Phantasie.
Jörg Plath, Deutschlandfunk Kultur
Dagmar Leupolds neuer Roman ist weiteres Zeugnis einer subtilen Sprachkunst, die aus einem scheinbar blinden Stein Funken zu schlagen vermag. Dafür braucht es keine Aufgeregtheiten und Sensationen, keinen thrilling Effekt, dafür braucht es einen feinfühligen, unkonventionellen und aufmerksamen Umgang mit der Sprache.
Lerke von Saalfeld, FAZ
Dagmar Leupold hat dem Schlachtenlärm unserer Tage einen leisen Roman gegenübergestellt. Als Weltflucht sollte man ihn nicht verstehen, sondern vielmehr als Schule der Wahrnehmung: Wer dichter rangeht an die Dinge, an die Menschen, der sieht einfach mehr.
Antje Weber, Süddeutsche Zeitung

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