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Olga Flor

Morituri

»Ave Ceasar, morituri te salutant!« gilt als Gruß der Gladiatoren beim Betreten der Arena: »Heil dir, Caesar, die Todgeweihten grüßen dich!« In ihrem furiosen neuen Roman lässt Olga Flor zeitgenössische Morituri auftanzen. Da sind etwa der Aussteiger Maximilian, dessen Tochter Ruth, die Nachbarin Jackie und ihr Mann Alfons, die Bürgermeisterin und eine Verfasserin von Gebrauchstexten. Es gibt wenig, das sich in dieser Tour de Force durch die Niederungen der österreichischen (Polit-)Landschaft nicht optimal nutzen ließe, das Outfit, die Sprache, die Wahrheit und die Körper von Asylsuchenden. Maximilian wird Teil eines Verjüngungsexperiments in einer Privatklinik, die unter einem Moor unter betrügerischer Verflechtung von Firmen, Bankinstituten und Parteien erbaut wurde. Der pompös inszenierte Festakt mit Schwerpunkt auf moderner Cäsarenverehrung – ein medienaffiner Jungpräsident soll offiziell eröffnen –, zu dem alle geladen sind, die bestochen, betrogen und sich abgesprochen haben, gerät zum grandiosen Showdown. Sprachlich brillant, sarkastisch, sprühend vor Witz. Und böse.
Erscheinungsjahr: 2021

Hardcover, gebunden,
auch als e-book erhältlich

WG: 1112
ISBN: [978-3-99027-246-6]

Preis: € 22,-

Autorin:
Olga Flor

Autorin: Olga Flor

Nach dem Abschluss eines Physikstudiums arbeitete sie im Multimedia-Bereich.

Pressestimmen

"Morituri" ist gegenwärtig wohl der wichtigste politisch-literarische Text aus Österreich.

Katja Gasser, 3sat Kulturzeit
Das sprachliche und gedankliche Vergnügen, das Olga Flors steile Texte stets bereiten, weist weit über die Tagespolitik hinaus und lässt diese geradezu im Moor verblubbern.
Kathrin Hillgruber, DLF Büchermarkt
Dabei gelingt es Olga Flor zielgenau, ihre Figuren in ein glaubwürdiges Licht zu rücken, sodass aktuelle gesellschaftliche Themen, wie Gender, Gleichberechtigung oder Rassismus und Homophobie, neben dem maßgeblichen medizinischen Eingriff ebenso Platz finden, und ironisch wie gekonnt erzählt werden: Die Charaktere werden im Verlauf zunehmend überspitzt gezeichnet, dabei verlieren sie innert dieser Entwicklung aber nicht an Glaubwürdigkeit.
Jascha Feldhaus, Aufklappen

Grandios, böse und komisch.

Linda Stift, Die Presse

"Ein grelles Buch"

Daniela Strigl, SRF Literaturclub
Olga Flor verdichtet eine Fülle von Szenen, Bildern und Details in einer sehr knappen, präzisen Sprache voller "Business" Vokabular, die im Gegensatz zu den mit nur wenigen Strichen charakteristisch gezeichneten stereotypen Figuren steht.
Eva Maria Stöckler, Literaturhaus Wien
Olga Flors Roman ‚Morituri‘ bricht die Phänomene unserer Zeit von innen her auf, auf dass uns Lesenden die Augen und Ohren aufgehen für die vielen gefährlichen Dummheiten unserer Gegenwart.
Katja Gasser, Ö1 Ex Libris

Weitere Bücher der Autorin