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Martin R. Dean

Falsches Quartett

Martin R. Dean

Falsches Quartett

Roman

Martin R. Dean hat einen klaren Blick, gnadenlos und liebevoll zugleich, für seine Figuren, die darunter – und das ist seine große Kunst – zu Menschen werden. Er erzählt eine Geschichte, in der sich jeder am anderen festklammert, je mehr er sich verlorenzugehen droht.

Lucas Brenner ist Deutschlehrer an einem Gymnasium in der Schweiz. Anders als in der Ehe mit Lisa begegnet er in der Schule den Enttäuschungen und der Routine des Alltags mit Leidenschaft – für die Literatur. Im Fall der klugen und rätselhaften und labilen Nadia, die dafür empfänglich ist, ist es vielleicht mehr als das? Zumindest hat Lisa einen Verdacht, sie ist aber zu sehr mit sich selbst beschäftigt, nachdem sie ihre Anstellung als Bildredakteurin bei einer Lokalzeitung verliert. Auch Deniz, ein aus Deutschland zugezogener Schüler mit türkischen Wurzeln, der an Schlafkrankheit leidet, fühlt sich zu Nadia hingezogen. Lisa erfindet sich indessen als Porträtfotografin neu und entfernt sich weiter von Lucas. Oder ist es umgekehrt?

Als sie Deniz als Fotomodell engagiert, ist das falsche Quartett komplett: Der Reigen schließt sich.

Die Schule als Spielwiese oder Schlachtfeld der Gefühle, wo das Leben Lehrern und Schülern zeigt, dass es Grenzen gibt, die man nicht unbeschädigt überschreitet.
Erscheinungsjahr: 2014

278 Seiten, gebunden
auch als e-book erhältlich

WG: 1112
ISBN: [978-3-99027-052-3]

Preis: € 22,-

Autor:
Martin R. Dean

Autor: Martin R. Dean

Sohn einer Schweizerin und eines karibischen Vaters aus Trinidad. Studium der Germanistik, Ethnologie und Philosophie.

Pressestimmen

Es gehört darum zum Erstaunlichsten und zugleich Beunruhigendsten dieses subtil gewobenen Romans, dass er hautnah das Geschehen schildert und miterleben lässt und dass er dennoch das Rätsel in seinem Kern nicht entschlüsselt – weil es nicht zu entschlüsseln ist.
Roman Bucheli, NZZ
...das Erwachsenwerden der Kinder oder hier: der Schüler besiegelt das Altern der Eltern oder hier: der Lehrer. Diesem Prozess, dem etwas Unwiederbringliches innewohnt und der daher als existentiell-tragisch erlebt werden kann, hat Martin R. Dean einen Roman von bodenloser Schönheit gewidmet, berührend in der Vergegenwärtigung seiner Figuren, kühn in seiner Metaphorik, präzise und bisweilen von lakonischer Komik in seinen Dialogen.
Hartmut Buchholz, Badische Zeitung

Martin R. Dean ist eine der kraftvollsten Stimmen der Schweizer Literatur.

Dierk Wolters, Frankfurter Neue Presse
Martin R. Dean gelingt mit "Falsches Quartett" ein subtiles Psychogramm von vier Personen und deren Beziehung zueinander. Klar formuliert, wachsen die Charaktere zu fassbaren Menschen mit all ihren Sehnsüchten und Verzweiflungen.
SonntagsZeitung
Der gelungene Spannungsaufbau ist ein Grund, diesen Roman zu lesen. Ein qualitativ gewichtigerer ist Martin R. Deans überzeugende Bestandsaufnahme der conditio humana.
Christian Schacherreiter, OÖN