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Eva Schmidt

Ein langes
Jahr

Eva Schmidt

Ein langes
Jahr

Shortlist Deutscher Buchpreis 2016

Benjamin lebt mit seiner Mutter allein, die Wohnung in der Siedlung am See ist klein, den Hund, den er gerne hätte, kriegt er nicht. Als er Joachim davon erzählt, will der sich einen schenken lassen, am besten zwei, aber Benjamin findet, Hunde sind fast wie Menschen und kein Geschenk.

Eines Tages begegnet Benjamin Herrn Agostini, einem alten Mann aus der Nachbarschaft, auch er wollte sein Leben lang einen Hund. Früher als er ist seine Frau nach einem Sturz ins Pflegeheim umgezogen, jetzt hat er endlich einen, Hemingway heißt er. Aber Herr Agostini ist nicht mehr gut auf den Beinen, er weiß nicht, was aus »Hem«werden soll.

Ähnlich wie Karin, die gerne wüsste, wer sich um ihren Hund kümmert, wenn ihr was zustößt, wie sie sagt. Karin ist krank, sie hat Schmerzen, niemand weiß davon. Im Baumarkt kauft sie eine Leiter, vom Nachbarn borgt sie eine Bohrmaschine …

Eva Schmidt erzählt so mitfühlend und bedacht, so teilnehmend und zurückhaltend von den kleinen Dingen des Lebens, als wären sie groß, von den großen, als wären sie klein. Sie erzählt davon, wie wir leben, allein und miteinander, und wie wir uns dabei zuschauen.

Eva Schmidts Blick gilt den Menschen, die unsere Nachbarn sein könnten. In den alltäglichsten Ereignissen erkennt sie, was ihre Existenzen entscheidet, in einer unerwarteten Wendung lässt sie das Bild eines ganzen Lebens aufleuchten.
Erscheinungsjahr: 2016

212 Seiten, gebunden
auch als e-book erhältlich

WG: 1112
ISBN: [978-3-99027-080-6]

Preis: € 20,-

Autorin:
Eva Schmidt

Autorin: Eva Schmidt

Sie hat neben Erzählungen in verschiedenen Zeitungen und Zeitschriften drei Bücher veröffentlicht,
zuletzt »Zwischen der Zeit« (1997).
»Ein langes Jahr« ist ihr erstes Buch seit fast 20 Jahren.

Pressestimmen

Dem neuen Roman von Eva Schmidt merkt man die literarische Erfahrung der Autorin ebenso an wie das lange Schweigen: das nicht Abgenutzte ihrer Sprache und Erzählweise, die genaue Arbeit an den einzelnen Texten, in denen kein Wort zu viel ist, wie am Erzählbogen, der sich über sie spannt. Vor allem aber spürt man im Vibrieren hinter der stillen Oberfläche der einzelnen Sätze, dass hier jemand wirklich etwas zu erzählen hat.
Cornelius Hell, Ö1 Ex Libris
Eva Schmidts neuer, sogenannter Roman, - eher ein Kammerspiel aus 38 Prosaminiaturen - wirkt nicht weniger dicht, eindringlich und weltenweit als ein epischer Roman.
Helmut Moysich, Manuskripte

Dieser so nüchtern daherkommende Roman haut mich völlig um. [...] So geht das Wunder von Literatur.

Sabine Vogel, Berliner Zeitung
Wo war die Vorarlberger Schriftstellerin Eva Schmidt so lange? "Ein langes Jahr" ist ihr erster Roman seit zwei Jahrzehnten. Bitte mehr! Viel mehr.
Peter Pisa, Kurier
In zarten und gewalttätigen, in liebevollen und grausamen Momenten begegnen uns die Menschen dieser Kleinstadt, und wir Leser dürfen für ein oder mehrere Kapitel direkt oder indirekt an ihrer Alltagswelt teilhaben.
Sophie Reyer, Die Presse

Eva Schmidt schreibt eine Prosa von schöner Kargheit, die nicht mehr sein will, als sie ist.

Wolfgang Paterno, Profil
Der Roman "Ein langes Jahr" ist fast schon eine Entdeckung zu nennen, denn es ist das erste Buch der Vorarlberger Autorin Eva Schmidt nach fast zwanzig Jahren. Zu entdecken gilt es nicht nur diesen Roman, [...] sondern vor allem die Autorin selbst, der es gelingt, einen ganz eigenen Ton zu finden.
Bernd Schuchter, Vorarlberger Nachrichten
Es gelingt ein Roman, der schlicht vom Leben handelt, ohne sich in abgegriffene Plattitüden oder tiefenpsychologische Ergüsse flüchten zu müssen: Beobachtendes Schreiben von feinsinniger Erhabenheit.
Gerrit Völker, Maternus Buchhandlung, Köln
Die Sehnsucht, dieses flirrende, drängende, nie klar umrissene Gefühl ist es, das die vielen Figuren der 38 im Buch versammelten Kurzgeschichten verbindet, die von der Vorarlberger Autorin begleitet, losgelassen, neuerlich begleitet und neuerlich losgelassen werden.
Anette Raschner, ORF
Ein Volltreffer!
literaturblatt.ch
"Ein langes Jahr“ ist ein so ungewöhnliches wie großartiges Buch, das noch lange nachwirkt und den Blick auf die eigene (nachbarschaftliche) Umwelt gründlich verändert.
Irmgard Hölscher, kommbuch.de, Frankfurt am Main

Eva Schmidts so zurückhaltende wie seismographisch genaue Prosa liest sich wie ein Kontrastprogramm zu jeder Form von Publicity.

Kathrin Hillgruber, Volltext
Selten wurde mit so großer Tiefenschärfe und Wahrhaftigkeit vom Wunsch nach Zuwendung und Nähe erzählt, aber auch von Fernweh und Sehnsucht nach Grenzüberschreitung.
Sibylle Peine, Berliner Morgenpost
Es ist Eva Schmidts ästhetisches Prinzip, dieses Gefühl leichter Ferne auf jeder Ebene durchzuhalten.
Carsten Otte, SWR
Eva Schmidt tupft ihre Geschichten mit feinem Pinsel aufs Blatt.
Beat Mazenauer, literaturkritik.de