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Laura Freudenthaler

Iris

Was bedeutet es für eine Frau, dass Erfahrungen in unsere Körper eingeschrieben sind, über Generationen und Jahrhunderte hinweg? Wie wirken wir selbst an einer Geschichte mit, in der Gewalt immer weiter fortgeschrieben wird? Und wie entkommen wir ihr?
Davon erzählt der neue große Roman von Laura Freudenthaler.


Iris ist Schriftstellerin, sie ist viel auf Reisen, in Europa und darüber hinaus. Es sind Momente des Einverständnisses, die sie in den Begegnungen findet, die sie dabei macht. Momente der Bekräftigung in einem Leben, das sich oft am Rand der Erschöpfung bewegt.

Wieder zu Hause berichtet sie von diesen Reisen, und Anton hört ihr zu und zeigt Iris seinerseits die Fotos, die er als Künstler mit schadhaften Kameras macht. Ihre Beziehung zu Anton (wie zu anderen Männern) gründet auf Abmachungen.
Sie und Anton teilen vieles, auch die Lust am sexuellen Spiel mit Gewalt und Unterwerfung. Während sich Iris’ Fantasie an der Geschichte der Hexenprozesse zu entzünden beginnt, drängen Erinnerungen aus ihrer Kindheit immer stärker an die Oberfläche. Bis schließlich ihr Arrangement mit Anton eine tiefe Erschütterung erfährt.
Erscheinungsjahr: 2026

176 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag

Auch als e-book erhältlich

WG 1.112
ISBN 978-3-99027-441-5

Preis: ca. € 24,– | sFr 33,50
erscheint am 18. Februar 2026

Autorin:
Laura Freudenthaler

Autorin: Laura Freudenthaler

Sie debütierte 2014 mit »Der Schädel von Madeleine«. Für ihren Roman »Die Königin schweigt« (2017) erhielt sie den Förderpreis zum Bremer Literaturpreis, er wurde 2018 als bester deutschsprachiger Debütroman beim "Festival du premier Roman" in Chambéry ausgezeichnet. Für »Geistergeschichte« (2019), ihren zweiten Roman, erhielt sie den Literaturpreis der Europäischen Union. 2020 gewann sie den 3sat-Preis bei den Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt für ihren Text »Der heißeste Sommer«, 2024 erhielt sie den Anton-Wildgans-Preis. Zuletzt bei Jung und Jung erschienen: »Arson« (2023)

Pressestimmen

»Laura Freudenthaler hat für ihren Roman „Iris“ unkonventionelle Wege des Erzählens eingeschlagen. Es lohnt sich, sie zu gehen. [...] Sie legt mit „Iris“ literarischen Stoff vor, der einen bei der Lektüre zwingt, aus unserer hastigen Zeit zu fallen. Ihr Buch [...] erhebt sich auch weit über das „Fast Food“ der gedruckten Massenunterhaltung.«
Nora Bruckmüller, Oberösterreichische Nachrichten
»Neben der Frage, wie der Krieg in unsere Körper kommt, ist die Frage danach, wie es gelingen könnte, das kriegerische Erbe abzustreifen, die virulenteste im Buch. Dass beides auch eine Frage der Sprache ist, eine Frage der Form mithin, daran lässt dieser zarte wie kraftvolle Text keinen Zweifel.«
ORF-Bestenliste // Jury-Begründung // Katja Gasser
»Es ist eine überaus (sprach-)reflexive Art zu schreiben, die hier gewählt wird, um die Erfahrbarkeit von Welt darzustellen. Den Hintergrund dafür spannen die Möglichkeiten des eigenen Körpers auf, die Politik eines solchen Schreibens umfasst aber auch die gesellschaftlichen Verhältnisse, vor denen es seine Kraft zu erweisen hat.«
Klaus Kastberger, Die Presse
»Auffallend ist der Rhythmuswechsel zu Freudenthalers letztem Roman "Arson", denn während in dieser Dystopie das Feuer tonangebend war, sorgt jetzt das Wasser für den Fluss dieses Textes.«
Wolfgang Popp, Ö1

»Prosa, die sich dem Außergewöhnlichen verschrieben hat.«

Wolfgang Huber-Lang, APA
»Feminismus Manifeste gibt es genügend – aber Romane, die auch in ihrer Form rebellisch sind, muss man suchen. Hier ist einer. [...] Laura Freudenthaler trifft mit ihrem aktuellen Roman vollends den Nerv der Zeit. Er rührt von drängenden gesellschaftlichen Fragen her, ohne ins Seichte und Populäre abzudriften. Im Gegenteil, seine anspruchsvolle Dynamik, die den Leser:innen keine einzige Abschweifung erlaubt, zeugt von Mut. Er fordert bis zur letzten Silbe Wachsamkeit ein – und belohnt durch eine unvergleichliche, erhellende Lektüreerfahrung.«
Björn Hayer, Der Freitag
»Laura Freudenthalers Roman »Iris« ist ein sprachliches Vexierspiel mit starkem Formbewusstsein.«
Raffael Leitner, Buchkultur
»Literatur beschäftigt sich aktuell intensiv mit Gewalt gegen Frauen. […] So anspruchsvoll und eigenwillig wie bei Laura Freudenthaler findet sich das Thema jedoch kaum wo verhandelt.«
Sebastian Fasthuber, FALTER
»Laura Freudenthaler gehört zu den bemerkenswertesten Schriftstellerinnen der Gegenwart. Ihr nunmehr vierter Roman überzeugt mit stilistischen Verknappungen und thematischer Dichte. [...] Mit dem explorativen Erzählstil baut »Iris« eine Spannung auf, die eine durch die Coronapandemie und den Ukrainekrieg geprägte Erfahrungswelt nur allzu mittelbar macht. Körperliche wie seelische Extremerfahrungen erlauben hier Erneuerungen und schließlich einen alles auflösenden Moment weiblicher Freude.«
Marcel Hartwig, Logbuch zur Leipziger Buchmesse
»In Zeiten gut verdaulicher Häppchenliteratur steht ›Iris‹ für ein konsequent unzeitgemäßes oder – ins Positive gewendet – zeitloses Erzählen: selbstbewusst, unkonventionell, riskant.«
Joachim Leitner, Tiroler Tageszeitung
»Jedes Kapitel besteht aus einem einzigen [...], nur durch Kommata strukturierten, Satz. Der Eindruck der Atemlosigkeit, der dadurch auf den 176 Seiten entsteht, entspricht der Rastlosigkeit der Protagonistin des Buches, die den bezeichnenden Namen ›Iris‹ trägt. Denn der Blick, das Sehen, die Fehlsichtigkeit spielen eine Hauptrolle in diesem raffiniert konstruierten Sprachkunstwerk.«
Karin Waldner-Petutschnig, Kleine Zeitung
»In ihrem neuen eindringlichen Roman Iris lotet Laura Freudenthaler aus, wie sich über Jahrhunderte gewachsene Machtstrukturen bis heute im privaten Bereich zwischenmenschlicher Beziehungen widerspiegeln. Kunstvoll verknüpft sie Darstellungen von Promiskuität und Sadomasochismus mit den Hexenprozessen des 17. und 18. Jahrhunderts. […] Die Autorin legt mit Iris abermals einen künstlerisch anspruchsvollen und inhaltlich aufrüttelnden Roman vor, der wichtige Denkanstöße liefert und auch lange nach der Lektüre noch im Gedächtnis bleibt.«
Daniela Chana, Literaturhaus Wien

Weitere Bücher der Autorin

26.03.2026

Literaturhaus Graz
Elisabethstrasse 30, 8010 Graz

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28.03.2026

20:00 Uhr – Rauriser Literaturtage
Mesnerhaus, Martkstraße 1, 5661 Rauris

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18.04.2026

20:00 Uhr - Literaturtage Ingolstadt
Georgianum, Hohe-Schul-Str. 5, 85049 Ingolstadt

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27.04.2026

19:30 Uhr, Stifterhaus
Adalbert-Stifter-Platz 1, 4020 L i n z

Laura Freudenthaler liest aus »IRIS«
Moderation: Birgit Müller-Wieland
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08.05.2026

17:30 Uhr – Rund um die Burg,
Landtmannsaal im Café Landtmann
Universitätsring 4, 1010 Wien

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21.05.2026

Literaturhaus am Inn
Josef-Hirn-Straße 5, 6020 Innsbruck

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25.09.2026

"Das Land liest"

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02.10.2026

19:30 Uhr - Local-Bühne
Salzof, Salzgasse 15, 4240 Freistadt

Lesung »IRIS« von Laura Freudenthaler
Moderation: Elisabeth Oberlerchner
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06.10.2026

19:30 Uhr - Stadtbücherei Weimar
Steubenstraße 1, 99423 Weimar

Lesung »IRIS« von Laura Freudenthaler und anschließendes Gespräch
Moderation: Mario Osterland
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