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Daniel Wisser

Königin der Berge

ÖBP
Daniel Wisser

Königin der Berge

Roman

Österreichischer Buchpreis 2018

Robert Turin, Mitte vierzig, will in der Schweiz sterben, denn dort könnte er selbst bestimmen, wann es so weit ist. Lieber noch wäre es ihm, er wäre nicht unheilbar krank, aber an der Diagnose ist nicht zu rütteln: Multiple Sklerose.

Um seiner Frau nicht zur Last zu fallen, übersiedelt er in ein Heim, freiwillig und vor der Zeit. Doch pflegeleicht ist der verschrobene Patient nicht, das merken die Schwestern bald. Während sich sein Zustand verschlechtert, beschließt er, seinem Leben ein Ende zu setzen, bevor es zu spät ist. Doch so einfach ist das nicht: So wie er im Alltag auf Unterstützung angewiesen ist, um vom Bett in den Rollstuhl zu kommen, damit er in der Kantine sein tägliches Quantum Wein trinken kann, braucht er auch zum Sterben Hilfe. Aber wer fährt ihn in die Schweiz? Und wie kann er ihn (besser: sie) dazu bringen? Turin versucht es mit Charme, denn wie Uber funktioniert, kann ihm keiner sagen …

Herzzerreißend komisch erzählt dieser Roman von den letzten Dingen – und den vorletzten und vorvorletzten, vom Leben in seiner schrecklichen Schönheit und der Unmöglichkeit zu sagen, wann man es gut sein lassen kann.
Erscheinungsjahr: 2018

400 Seiten, gebunden
auch als e-book erhältlich

WG: 1112
ISBN: [978-3-99027-224-4]

Preis: € 24,-

Autor:
Daniel Wisser

Autor: Daniel Wisser

Schriftsteller, literarischer Performer und Musiker (Erstes Wiener Heimorgelorchester).

Seit 2003 erschienen die Romane
»Dopplergasse acht«,
»Standby« und
»Ein weißer Elefant«
sowie eine Sammlung frei vorgetragener Prosatexte unter dem Titel »Kein Wort für Blau«.

Pressestimmen

Daniel Wisser bricht mit seiner Geschichte nicht nur das allgemeine Schweigen über Suizidversuche im Pflegemilieu, er bricht überhaupt gleich mit sämtlichen Erwartungen und Konventionen. Und zwar, indem er Leben und Sterben des kranken Herrn Turin bis zum Ende – mit Witz erzählt.
Christa Eder, Ö1 Leporello
Es wäre dies kein Roman von Daniel Wisser, würde er nicht ein paar Erwartungen und Konventionen unterlaufen. Dieses Buch ist vieles, ein todtrauriges über Krankheit und Sterben ist es nicht. Und es wäre dies auch kein Roman von Daniel Wisser, würde er mit seinem Werkzeug, der Sprache, nicht außerordentlich virtuos umgehen.
Andrea Heinz, Der Standard

Man weiß nicht, ob man mit Robert Turin weinen oder lachen soll. Egal, wofür man sich entscheidet, „Königin der Berge“ wird man nicht so schnell vergessen.

Ö1 Ex Libris
In der unkitschigen und unschönen Spröde dieses Romans steckt mehr authentisches Leben als in den versöhnlichen Geschichten vom gelungenen Abschied. (…) Weder für Herrn Turin noch für den Leser hält Daniel Wisser ein Happy End bereit. Es ist kein schönes Ende, aber immerhin das richtige Ende im falschen und auch in der letzten Zeile um keine Pointe verlegen.
Daniel Grabner, fm4
„Königin der Berge“ ist ein vielfältiger, vielstimmiger, unterhaltsamer Text, dem Kalauer nicht abgeneigt, und nicht zuletzt auch spannend. Denn es bleibt bis zuletzt offen, ob es Herrn Turin gelingen wird, sich seinen Wunsch zu erfüllen.
Wolfgang Straub, Die Presse
Turins "Königin der Berge" ist grausam und unbestechlich. Wissers "Königin der Berge" hingegen zeigt bestechend, wie traumwandlerisch sicher man über Tod und Leben schreiben kann, ohne je in Absturzgefahr zu geraten. Ein souveräner literarischer Gipfelsieg.
Wolfgang Huber-Lang, APA
Es gibt diese Bücher, von denen man wünscht, dass sie nicht zu Ende gehen mögen. Auf ‚Königin der Berge‘ trifft das in mehrfacher Hinsicht zu. Eine Kostbarkeit, hoch sensibel und gerade ob ihrer Nüchternheit herzzerreißend.
Christian Pichler, Volksblatt

Der Autor und Musiker Daniel Wisser legt mit "Königin der Berge" einen bewegenden, aber nicht schweren, ja streckenweise sogar höchst lustigen Roman über einen MS-Kranken vor.

Sebastian Fasthuber, Falter
Daniel Wisser bringt ein mehrfaches Kunststück zuwege: Nicht nur, dass er sich der beiden denkbar schweren Themen Freitodbegleitung und Suizid auf ebenso klare wie unvoreingenommene Weise annimmt. Es gelingt ihm zudem, den Alltag von Patienten, Pflegerinnen und Angehörigen auf eine witzig-unterhaltende Weise darzustellen. Das soll ihm erst Mal jemand nachmachen.
Christian Ankowitsch
Wer "Königin der Berge" nach zugleich launiger und trauriger, auf jeden Fall aber kurzweiliger Lektüre weglegt, der fühlt sich nachgerade genötigt, sich die Fragen, die der Roman aufwirt, selbst zu stellen: Lebe ich mein leben so, dass ich später gerne darauf zurückblicke?
Sebastian Gilli, FALTER
Wissers Roman, der mit guten Gründen vor kurzem mit dem Österreichischen Buchpreis ausgezeichnet wurde, changiert auf elegante Weise zwischen schwarzgrauen und bunten Farben, besticht durch sprachliche Einfälle, wechselt geschickt Perspektiven und liefert brillante Dialoge.
Rainer Moritz, Deutschlandfunk Kultur
Daniel Wisser […] entfaltet in seinem zweiten Roman großes komödiantische Talent – so unwahrscheinlich dies angesichts des Themas zunächst klingt. […] Im Gegensatz zu manchen Filmen, die Ähnliches versucht haben, wird hier mit den Mitteln der Literatur viel mehr erreicht.
Jan Wiele, Frankfurter Allgemeine Zeitung

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