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Peter Handke

Vor der Baumschattenwand nachts

Peter Handke

Vor der Baumschattenwand nachts

Zeichen und Anflüge von der Peripherie, 2007-2015

Kaum ein zweiter Autor hat in den letzten Jahrzehnten die Welt mit so viel Aufmerksamkeit angeschaut wie Peter Handke; und diese Aufmerksamkeit ist Wahrnehmung, die gelten lässt.
Sie muss nicht mehr in Sprache übertragen werden, denn sie ist Sprache, der Blick ist das Wort, in dem das Gesehene sich tatsächlich wahrgenommen fühlt.

Immer wieder gelingt es diesem Dichter die Welt so darzustellen, dass sie zur Geltung kommt und sie sich und wir sie erkannt wissen, und immer schon ist ihm das in besonderer Weise in seinen Notiz- und Tagebüchern gelungen. In denen der Jahre nach der Jahrtausendwende hat Peter Handke sich zunehmend darauf eingelassen, seine Beobachtungen in aphoristischen Formulierungen zu bündeln, die für den Leser Anstöße in offenes Gelände sind, wo er im »Karawanenzug der Sätze« der Welt auf ungewohnte und erfrischende Weise begegnet.

Der Blick ist das Wort - für keinen Dichter gilt das so wie für Peter Handke, vorzüglich
in seinen Notiz- und Tagebüchern.
Erscheinungsjahr: 2016

424 Seiten, Klappenbroschur
mit 80 farbigen Zeichnungen des Autors
auch als e-book erhältlich

WG: 1112
ISBN: [978-3-99027-083-7]

Preis: € 28,-

Platz 1 auf der SWR- Bestenliste im April 2016

Autor:
Peter Handke

Autor: Peter Handke

Zuletzt erschien:
»Vor der Baumschattenwand nachts«. Zeichen und Anflüge von der Peripherie 2007–2015. Jung und Jung, Salzburg / Wien 2016.
»Die Obstdiebin – oder – Einfache Fahrt ins Landesinnere« Suhrkamp, Berlin 2017.

Pressestimmen

In dem gekonnt komponierten Amalgam aus Beschwörungen und Aphorismen, das dieses Journal genauso auszeichnet wie die vorherigen, muss sich jeder lesend einen Weg zu dem Punkt bahnen, an dem sich etwas entzündet.
Ina Hartwig, Die ZEIT
Das Wunderbare an diesem Buch ist vor allem die Sprache, die "herrliche deutsche Sprache", die Handke meistert wie sonst kaum ein Lebender, die er abklopft und der er hinterherhorcht.
Franz Haas, NZZ

Man muss keinen dicken Roman Handkes lesen, um etwas zum Sehen zu bekommen, das man vielleicht noch nie zuvor gesehen hat. Es reicht die neue Sammlung "Vor der Baumschattenwand nachts" aus dem Salzburger Jung und Jung Verlag.

Peter Pisa, Kurier
Im Vergleich zu den früheren Tagebüchern Handkes fällt nun die radikale Reduktion auf. Manchmal verdichten sich die einzelnen Zeilen zu Aphorismen, manchmal sind es donnernde Kanzelworte.
Helmut Böttiger, SZ
Dieser Schreiber schert sich nicht um Peinlichkeiten und mögliche Missverständnisse, er schreibt seine Gedanken erstmal hin, und wenn er Lust hat, lässt er sie einfach so stehen. Typisch sind Nachsätze wie „Hab ich das nicht schon so ähnlich notiert? Und wenn - “. Aber auch große Sätze, die sich gegen sofortige Besser- und Bescheidwisser richten: „Ein kluger Dichter ist keiner“. Nein, das ist kein Eigentor. Das fragt nur unbeirrbar weiter danach, was das Poetische denn eigentlich ist.
Helmut Böttiger, Lesart, Deutschlandradio Kultur
Es war und ist erlaubt, seine Texte aus der Hand zu legen. Sie verlangten Nachdenkpausen, und bei "Gestern unterwegs" seufzte man (fast): Was waren das für Zeiten, als man noch ein Buch ins Grab mitnahm! Auch "Vor der Baumschattenwand nachts" wäre ein guter letzter Gefährte.
Peter Pisa, Kurier
So bekräftigt sich bei Handke einmal mehr jene Ahnung, nach der eine Fantasie vielleicht um so üppiger, ein Innenleben möglicherweise umso reicher ist, desto unauffälliger, ambitionsfreier und unspektakulärer ein Leben nach außen hin verläuft.
Hans-Dieter Schütt, Neues Deutschland

Handke macht weiter, zum Glück.

Leopold Federmair, Profil
Aus den Jahren 2007 bis 2015 stammen diese Aufzeichnungen und wirken oft wie aus dem Augenwinkel wahrgenommen, wie ein Blick über die Schulter, innehaltend im Gehen: „Wenn das Gehen von alleine ein Pilgern wird, ohne Pilgerziel: Ideal“ heißt es da einmal, und es klingt wie ein Tipp auch für diese Lektüre, durch die man tatsächlich pilgern kann (und sollte), wie eben ein Pilger ohne Ziel.
Dresdner Neueste Nachrichten, Steffen Georgi
Handkes Erzählkunst zeigt sich nicht in Behauptungen, sondern in jeder Selbstbeschränkung, die den Missbrauch von Wörtern verabscheut und ihnen so neue Dimensionen eröffnet - Bereiche, in denen sich das Kleinste zum Größten wandeln kann.
Silvia Hess, BUCHKULTUR

Handke, eher heiter, das hat was

Martin Oehlen, Kölner Stadtanzeiger
Und ein letztes Zitat noch: "Freude des Lesers: Noch einmal eines der frühen Bücher Handkes zum ersten Mal lesen zu können." Ja, dies ist eine Fälschung des Rezensenten. Doch zugleich ein Beweis dafür, dass Handkes Notizen dazu anregen, selber zum Stift zu greifen, um Sehnsüchte und Verluste in eine schriftliche Form von weniger als zwei Zeilen zu bringen.
Uwe Schütte, Wiener Zeitung
Seine Spuren in diesem unerschöpflich reichen Buch hinterlässt der Waldspaziergänger, Querfeldeingeher, Landstraßenfreund, Naturbeobachter („Amseln, die Dachrinnenomaden“), Reisende, Leser, Beobachter und Selbstbefrager Peter Handke.
Michael Schreiner, Augsburger Allgemeine
Einmal mehr zeigt sich Peter Handke als stetiger Sucher, in der Natur ebenso wie in der Sprache. Akribisch klopft er Worte und Ausdrücke auf ihren Bedeutungsinhalt ab und schlägt (sich selber) neue Formulierungen vor. Das mag man gestelzt oder gezwungen finden - oder unverdrossen, neugierig und bereit, sich und alles ständig zu hinterfragen.
Wolfgang Huber-Lang, Tiroler Tageszeitung, apa
Peter Handkes Aufzeichnungen sind eine willkommene wie notwendige Einladung zum Innehalten im Tagesgeschäft der (scheinbaren?) Notwendigkeiten. Die Zeichnungen des Autors im Buch sind dabei interessante wie spannende Reisebegleiter des Wortes - eine neue Seite des Dichters und eine sehr gelungene Idee des Verlages.
Walter Pobaschnig
Es ist wunderbar mit welch ernster Gelassenheit es dem Dichter gelingt, aus dem Dunkel seiner nächtlichen Baumschattenwand so viel neugierig machendes Material ins Licht zu heben: Laute und Bilder, Träume und Plaudereien, Nachdenklichkeiten und Gewissheiten.
Brigitte Pross-Klappoth, literarisches-berlin.de

Kaum einer nutzt das Genre des Journals so konsequent, abwechslungsreich und intelligent wie Peter Handke

Karl Wagner, FALTER
Wer sich hierauf einläßt, der gewinnt nicht zuletzt einen großen Spielraum, sich an sich selbst zu erinnern, sich selbst zu befragen. Schließlich war die berühmte „Achtsamkeit“, die erst kürzlich von Lebensberatern als Tugend der Entschleunigung entdeckt wurde, für einen wie Peter Handke schon immer von größter Bedeutung.
Eberhard Falcke, BR2 Diwan
Vielleicht ist es in diesem Fall ratsam als medizinisch wachsamer Rezensent darauf hinzuweisen: „Lesen Sie bloß zwanzig Seiten in einem Stück!“ Dadurch hält die Lesebeziehung zu diesem Buch auch länger.
Alexander Peer, literaturhaus.at
Ein besonderer Vorzug dieser vorgelegten Ausgabe liegt darin, daß auch kleine, mehrfarbige Skizzen Peter Handkes samt ihrer handschriftlichen Kennzeichnung im Textkorpus übernommen wurden. Es liegt somit eine so ansprechende wie sympathische Gedankensammlung vor, die zugleich eine Art von Werkstattbericht, Notizblock, Gebrauchsanleitung und Beichte darstellt.
Volker Strebel, fixpoetry