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Helena Adler

Fretten

Roman

Dem Elternhaus ist sie mit knapper Not entkommen, da bemerkt sie, die jüngste Tochter des Pleitebauern: Der Provinz entkommt man nicht. Also schließt sie sich einer Bande von Vandalen und Störenfrieden an, die die Provinz in die nahe Stadt tragen, den Schlachthof plündern und in Tierkadavern Drogen schmuggeln. Sie tanzen und sie wüten, sie spielen mit ihren Leben, weil sie es gewohnt sind, zu verlieren. Die Party ist erst aus, wenn die nächste beginnt, das Motto lautet »Überleben«. Bis plötzlich nicht nur die eigene Existenz auf dem Spiel steht: Sie gebiert einen Sohn, den sie liebt wie einen Erlöser, und wird in dieser Liebe zu einem Scheusal im Kampf gegen die Sterblichkeit.

Fretten ist ein Bastard, ein Bankert, ein Mischling aus Lebensanklage und Liebeserklärung, gezeugt im Rausch der Verewigungssucht, im heiligen Zorn auf die Existenz und den Tod, geboren in Trümmern aus der Lust am Tabubruch. Es nennt beim Namen, was einen Namen hat, und zwar nicht zwischen den Zeilen,
sondern Schwarz auf Schwarz, mit Sprachgewalt und einem Galgenhumor, dass einem die Luft wegbleibt.
Erscheinungsjahr: 2022

192 Seiten, gebunden mit SU
auch als e-book erhältlich

WG: 1112
ISBN: [978-3-99027-271-8]

Preis: € 22,-
erschienen am 25.8.2022

Autorin:
Helena Adler

Autorin: Helena Adler

Studium der Malerei am Mozarteum sowie Psychologie und Philosophie an der Universität Salzburg.

Pressestimmen

Helena Adler schreibt Prosa, die sich durchs Fleisch bohrt, um für immer in den Knochen zu bleiben. Das ist wild-wuchernde Sprachkunst, die einzigartig ist in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur.

Katja Gasser
Das Verb "fretten" meint süddeutsch/österreichisch "sich abmühen", "sich plagen", "mühsam über die Runden kommen". Das mag in Teilen auf das Leben der Schreibenden zutreffen, für die Sprache des Buches aber gilt es nicht. Denn die sprachliche Kür, die sich hier über mehr als 175 Seiten erstreckt, spult sich letztlich in einer atemberaubenden Leichtigkeit ab und ohne auch nur etwas von der ungeheuren Kraft zu verlieren, die dieses Buch von Beginn an hat.
Klaus Kastberger, Die Presse
Dieser Roman ist ein großer Triumph; eine Selbstermächtigung mittels Sprachbemächtigung, ein Sieg der Literatur über das Lebensleid. "Mein Milieu ist ein Malheur. Und mein Überleben ein waghalsiges Manöver", schreibt Helena Adler. Das "fretten" hat sich gelohnt, das Manöver ist gelungen.
Bernd Melichar, Kleine Zeitung
Schneid und Gefühl finden in diesem exzellenten Roman derart zusammen, dass er jede Faser elektrisiert. Auch deshalb ist das Buch eine einzigartige Erfahrung.
Björn Heyer, DIE ZEIT
Adlers Fabulierlust ist gigantisch – aus einem unversiegenden Sprachschatz schöpfend gehen ihr nie die Worte aus, mühelos bedient sie sich bei mythologischen, literarischen, musikalischen und künstlerischen Traditionen, die sie gekonnt zu eindrucksvollen und sinnlichen Bildern montiert. Ihr poetologisches Programm ist dabei so radikal wie kompromisslos.
Veronika Hofeneder, Literaturhaus Wien
Gespräch mit Andrea Gerk für Deutschlandfunk Kultur, "Lesart"
Audio
Mit "Fretten" hat Helena Adler das zweite und entscheidende Match auf dem Turnierplatz der neueren Literatur gewonnen.
Peter Reutterer, Dorfzeitung

19.09.2022

18 Uhr, Alte Schmiede
Schönlaterngasse 9, 1010 Wien

Buchpräsentation - Helena Adler liest aus ihrem neuen Roman »Fretten«
(Lesung gemeinsam mit Rebecca Gislers Roman »Vom Onkel«)
Moderation: Johannes Tröndle
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28.09.2022

19 Uhr, Literaturhaus Graz
Elisabethstraße 30, 8010 Graz

Helena Adler liest aus ihrem neuen Roman »Fretten«
Doppellesung gemeinsam mit Andreas Unterweger (»So long, Annemarie«)
Moderation: Daniel Terkl
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04.10.2022

19.30 Uhr, Literaturhaus Salzburg
H.C. Artmann-Platz, 5020 Salzburg

Helena Adler liest aus ihrem Roman »Fretten«
Moderation: Tomas Friedmann
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08.10.2022

17 Uhr, Buchhandlung Rauch & König
Herzogstraße 84, 80796 München

Buchhandlungslesung
Helena Adler liest aus ihrem neuen Roman »Fretten«
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21.10.2022

19 Uhr, TAURISKA, Kammerlanderstall
Künstlergasse 15a, 5741 Neukirchen am Großvenediger

Ausstellung »Schöne Aussichten« – Die Bilderserie zu den Sulzbachtälern von Thomas Stadler (Oberndorf) mit einer Lesung von Helena Adler (»Fretten«)
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11.11.2022

19 Uhr, Buchhandlung Stierle
Kaigasse 1 / Mozartplatz, 5020 Salzburg

Die Buchhandlung Stierle präsentiert zwei Salzburger Autorinnen aus dem Jung und Jung Verlag: Helena Adler liest aus ihrem neuen Roman »Fretten«,
Anna Maria Stadler aus ihrem Debütroman »Maremma«.
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