bigger 1900
1900
1600
1440
1280
1160
1024
940
850
767
600
480
360
320
portrait ipad
landscape ipad
Ursula Krechel

Gehen.
Träumen.
Sehen.
Unter Bäumen.

2022
Ursula Krechel

Gehen.
Träumen.
Sehen.
Unter Bäumen.

Essays

Weitläufig sind die Räume, die Ursula Krechel mit diesen Essays aufschließt. Mit Staunen folgt man ihr, wenn sie der Gangart Casanovas nachforscht, mit der dieser sich durch seine Zeit bewegt hat, wenn sie sich erinnert, wie sie mit Rolf Dieter Brinkmann gegen dessen Widerstand ein Interview zu führen versucht hat, wenn sie sich bei Betrachtung eines Porträtbildes fragt, wer wen erkennt, wenn ein Maler den Malerfreund malt, und darüber nachdenkt, wie man in Diktaturen träumt, von einer nie angetretenen Reise zum Ursprung des Apfels erzählt, Dichtern und Apfelzüchtern nachspürt oder Spuren in die Welt von Uwe Johnson, Daniil Charms, Federico García Lorca, Katherine Mansfield u. a. folgt.

Der Titel dieses Buches ist Programm: Gleich welcher Gegenstand, Ursula Krechels Essays sind Aufzeichnungen einer gedanklichen Bewegung, die immer dem genaueren Sehen dient, Annäherungen, Umkreisungen, Betrachtungen im Versuch, das zu beschreiben, was sich dem ersten Blick entzieht. Nie genügt ihr, was sie bereits weiß. Ihre Essays sind keine Exkurse zur Belehrung, sondern Exkursionen in unermessliche Räume des Denkens und Schauens.

Erscheinungsjahr: 2022

464 Seiten, 16 Seiten Bildteil, Leseband, gebunden

WG: 1118
ISBN: [978-3-99027-261-9]

Preis: € 30,-
Erstverkaufstag: 25.2.2022

Autorin:
Ursula Krechel

Autorin: Ursula Krechel

Ursula Krechel war Theaterdramaturgin. Sie lehrte an der Universität der Künste Berlin, der Washington University St. Louis und ist Mitglied der Akademie der Künste Berlin, der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung Darmstadt, Vizepräsidentin der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz. Sie lebt in Berlin.

Veröffentlichungen u. a.
»Erika«, Theaterstück, 1974
»Selbsterfahrung und Fremdbestimmung«, Essay, 1975
»Nach Mainz!«, Gedichte, 1977
»Verwundbar wie in den besten Zeiten« Gedichte, 1979
»Zweite Natur«, Szenen eines Romans, 1981
»Vom Feuer lernen«, Gedichte, 1985
»Kakaoblau. Gedichte für Erwachsende«, 1989
»Die Freunde des Wetterleuchtens«, Prosa, 1990
»Technik des Erwachens«, Gedichte, 1992
»Mit dem Körper des Vaters spielen«, Essays, 1992
»Sizilianer des Gefühls«, Erzählung, 1993
»Landläufiges Wunder«, Gedichte, 1995
»Verbeugungen vor der Luft«, Gedichte, 1999
»Der Übergriff«, 2001
»In Zukunft schreiben«, Handbuch für alle, die schreiben wollen, 2003
»Stimmen aus dem harten Kern«, Gedicht, 2005
»Shanghai fern von wo«, Roman, 2008
»Jäh erhellte Dunkelheit«, Gedichte, 2010
»Landgericht«, Roman, 2012
»Die da«, ausgewählte Gedichte, 2013
»Stark und leise. Pionierinnen«, Essays, 2015
»Geisterbahn«, Roman, 2018

Pressestimmen

Kein Gegenstand, so schreibt Krechel, sei zu gering für einen Essay. Als Leser darf man diesen Satz ergänzen: Wenn es einer Autorin gelingt, ihre Gegenstände lebendig werden zu lassen und ihre Bedeutung ins Allgemeingültige zu überführen wie Ursula Krechel.
Platz 2, SWR Bestenliste Juli/August 22
Ursula Krechel macht die Wahrnehmung liquid. Nichts steht geschrieben, das Erkennen ist ein Abenteuer, dem sie sich hingibt, wider die Erstarrung des Denkens. So belesen wie sie sind wenige, aber noch wenigeren gelingt es so mitreißend, die anderen auf unbekannte Pfade zu locken. Folgen wir ihr doch auf ihren Haupt- und Nebenwegen.
Rose-Maria Gropp, FAZ
Ein weiter Kosmos: In dem Essayband "Gehen. Träumen. Sehen. Unter Bäumen" erweist sich Ursula Krechel einmal mehr als poetische Spurensucherin, als genaue Leserin und einfühlsame Beobachterin.
Ulrich Rüdenauer, WDR1
Gleich welcher Gegenstand, Ursula Krechels Essays sind Aufzeichnungen einer gedanklichen Bewegung, die immer dem genaueren Sehen dient, Annäherungen, Umkreisungen, Betrachtungen im Versuch, das zu beschreiben, was sich dem ersten Blick entzieht. Und nie genügt ihr, was sie bereits weiß.
Peter Zimmermann
Krechels Texte machen staunen, sie lassen innehalten und aufsaugen zugleich, atemlos durchschreitet sie ihre Räume und steht nie still. (...) Starke Texte für die Sinne.
Karoline Pilcz, Buchkultur