bigger 1900
1900
1600
1440
1280
1160
1024
940
850
767
600
480
360
320
portrait ipad
landscape ipad
Ludwig Fels

Mondbeben

In einem früheren Leben war Olaf Ostrander Schuldeneintreiber, jemand, der andere daran erinnert, dass es nichts umsonst gibt. Notfalls mit Gewalt. So hat er auch seine Frau kennengelernt, gerettet und erobert, um den Preis einer Strafe in Haft. Als sie kurz nach seiner Entlassung eine Erbschaft macht, ist der Moment für beide gekommen, die Vergangenheit hinter sich zu lassen.

Gemeinsam wollen sie sich einen Traum erfüllen: den Traum von einem Leben auf einer Insel, weit weg von allem, unter Palmen und einer ewigen Sonne in einer Villa am Meer. Sie finden, was sie suchen, doch bald schon wird ihnen klar, dass der Himmel auf Erden nicht so einfach zu haben ist. Und dass sie trotz der hohen Zäune um ihr Haus dem Glück und anderen unberechenbaren Mächten ausgeliefert sind, die sie daran erinnern, dass es nichts umsonst gibt.

Eindringlich und mit Leidenschaft erzählt Ludwig Fels von Sehnsucht und Verzweiflung, davon, was es kostet, an einem Traum festzuhalten. Und was es bedeutet, am eigenen Leib erfahren zu müssen, dass es ein falscher Traum gewesen ist.
Erscheinungsjahr: 2020

320 Seiten, gebunden mit SU
auch als e-book erhältlich

WG: 1112
ISBN: [978-3-99027-241-1]

Preis: € 24,-

Autor:
Ludwig Fels

Autor: Ludwig Fels

Seit 1973 Schriftsteller. Zahlreiche Veröffentlichungen als Lyriker und Erzähler, daneben Arbeiten für Hörspiel und Theater.

Publikationen u. a.:
»Ein Unding der Liebe«, 1981,
»Der Himmel war eine große Gegenwart«, 1990,
»Krums Versuchung«, 2003.

Pressestimmen

Dass ein so schmerzhaftes Buch aber zugleich ein so schönes Buch sein kann; ein Raum, den man den erzählten Schrecken zum Trotz dennoch fasziniert betritt, ist der unerbittlich genauen, in ihrer Eigenwilligkeit und gedanklichen Schärfe magisch schönen Sprache zu verdanken, in die Ludwig Fels sein Erzählen fasst.
Bernadette Conrad, Wiener Zeitung / Tagblatt
Ludwig Fels verfügt über die Gabe, Gefühle wie Wut, Sehnsucht und Schmerz so intensiv miteinander zu vermengen, bis am Schluss ein kunstvolles trauriges Skandalon herauskommt.
Katrin Hillgruber, Frankfurter Rundschau

Eine empathische Annäherung an gesellschaftliche Aussenseiter und ihre verratenen Illusionen

3Sat Kulturzeit
Raffiniert verbindet Katharina Geiser in ihrem Roman 'Unter offenem Himmel' die Schicksale verschiedener Generationen; sie tut dies in einer kraftvollen Sprache und mit schwebenden Bildern und vermittelt so auch einen sinnlichen Eindruck aus dem anstrengenden Alltag unserer Ur- und Ururgrossmütter. Spielerisch stellt sie zudem Bezüge zu historischen Ereignissen her und hilft uns beim Lesen, die Geschichten zeitlich zu verankern.
Luzia Stettler, DRS2 52 beste Bücher
In dieser eindringlichen Liebes- und Abenteuergeschichte geht es um die Sehnsucht
nach einem gelingenden Leben, um einen Platz in der Welt, um Angst vor der
Einsamkeit und den Versuch, der eigenen Sprachlosigkeit zu entkommen.
Nicole Henneberg, Tagesspiegel

Man lese dieses Buch - nicht gerade am Strand unter Palmen, aber man lese es unbedingt!

Wolfgang Pirkl, Die Presse
Es ist eine düstere, unfreundliche Geschichte, die Fels atmosphärisch dicht erzählt, eigentlich der ideale Stoff für einen Haneke-Film.
Gerhard Zellinger, Der Standard
Ludwig Fels gehört zu jenen Literaten, die den Blick über den europäischen Grenzzaun in ihrem Schreiben nicht scheuen. […] „Mondbeben“ ist eine kunstvolle Abrechnung mit [der Tourismus-]Industrie, die in der Vermarktung von Wunschträumen die Wirklichkeit allzugerne ausspart.
Alice Pfitzner, ORF
Ludwig Fels erzählt mitreißend, packend. Die aktionsreiche Handlung hält in Atem. […] Das Buch lässt einen nicht los. […] "Mondbeben" von Ludwig Fels fasziniert und klingt lange nach.
Irmtraud Gutschke, Neues Deutschland
Die Stärken des Romans [liegen] in der schonungslosen Darstellung der sozialen Zustände des Landes, in dem Gewalt und Ausbeutung, Willkür, Prostitution und Sextourismus an der Tagesordnung sind. Fels verfügt über den Jargon wie über poetische Sprache und eine witzige Dialogführung.
Manfred Bosch, ekz

Brachiale Sprachgewalt,die […] tief beeindruckt.

Markus Steiner, Weißenburger Tagblatt
Die Konsequenz, mit der Ludwig Fels dieses Doppelspiel von naiver Illusion und brutaler Desillusionierung erzählt, verleiht seiner Prosa von den ersten Sätzen an etwas Beißendes und Quälendes – im anerkennenden Sinn. […] Vor allem zeichnet Fels ein feines Gespür für Außenseiter und Outdrops aus, für Arbeiter und sozial Randständige, denen er mit oft bewundernswerter Empathie zu literarischer Würde verhilft.
Beat Mazenauer, literaturkritik.de
„Mondbeben“ ist ein harter, ist ein grausamer Roman, aber er ist spannend zu lesen und sogar mit Witz dank der schlagfertigen Dialoge, die fast ans Theater erinnern. […] Unbedingt zu empfehlen!
Cornelia Zetzsche, BR Diwan